Im ersten Halbjahr 2020 bezahlten die Käufer österreichweit im Durchschnitt 270.655 Euro für ein Einfamilienhaus 

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10/29/2020

Österreichs Einfamilienhauspreise legen zu

In welchen Bezirken Einfamilienhäuser am günstigsten und wo sie kaum erschwinglich sind.

von Claudia Weber

Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern ist in Österreich derzeit groß. Das Angebot hingegen nicht. Aktuell werden laut Remax in Österreich rund 7.050 Einfamilienhäuser im Internet zum Kauf angeboten. Die Datenbasis dafür liefert die Imabis GmbH – ein Unternehmen der Roland Schmid Group. Somit ist das Angebot an Einfamilienhäusern im Jahresvergleich (Oktober 2019/2020) nochmals massiv zurückgegangen, nämlich um rund -23,5 Prozent. Aber nicht nur das, es wurden auch weniger Einfamilienhäuser in allen Bundesländern verkauft. In Summe besteht laut Remax ein Rückgang von -5,4 Prozent bei den Verbücherungen im ersten Halbjahr, zum Rekordjahr 2018 sogar um -15,2 Prozent.

„Die auch heuer wieder rückläufigen Verkaufszahlen sind in erster Linie auf das aktuell deutlich geringere Angebot zurückzuführen. Die Kombination aus einer noch immer sehr guten Nachfrage, einem historisch niedrigen Zinsniveau und einem knappen Angebot hat zu spürbaren Preissteigerungen geführt“, erklärt der Geschäftsführer von Remax Austria, Bernhard Reikersdorfer und fügt hinzu: „Eine Finanzierung zu bekommen, wird – vor allem für Jungfamilien – noch schwieriger werden. Fakt ist bereits jetzt, dass Fremdfinanzierungen aufgrund höherer gesamtwirtschaftlicher Risiken oftmals nicht mehr so einfach und reibungslos möglich sind, und die erforderliche Eigenkapitalquote höher ist als vor Corona.“

Wo Häuser am günstigsten sind

Denn die Kaufpreise für Einfamilienhäuser haben im ersten Halbjahr noch einmal kräftig angezogen. Im ersten Halbjahr 2020 bezahlten Käufer österreichweit im Durchschnitt 270.655 Euro für ein Einfamilienhaus. Das sind um 21.965 Euro (8,8 Prozent) mehr als im Jahr 2019. Und sogar um 38,5 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Am günstigsten sind Einfamilienhäuser im Burgenland und im niederösterreichischen Waldviertel sowie in der Steiermark (siehe Grafik). Vor allem in der Obersteiermark finden sich Häuser unter der 200.000-Euro-Schwelle wieder.

Besonders teuer ist es im Tiroler Kitzbühel. Hier kostet ein Einfamilienhaus im Durchschnitt 1.508.589 Euro. Das sind um 26,4 Prozent mehr als 2019. Fakt ist auch, dass drei Viertel aller Tiroler Einfamilienhäuser mehr als 300.000 Euro kosten und ein Viertel mehr als 688.750 Euro.

„Wir gehen aktuell davon aus, dass es sowohl beim Angebot als auch bei den Einfamilienhauspreisen in den nächsten zwölf Monaten zu einer Entspannung kommen wird“, sagt Bernhard Reikersdorfer abschließend.

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