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freizeit
07/06/2021

Tag des Kusses: Die kultigsten Kino-Küsse aller Zeiten

Heute ist der Tag des Kusses. Und nirgends wird so schön geschmust, wie auf der Leinwand. Von „Casablanca“ bis „Ghost“ - Bussi, Baby!

von Alexander Kern

Heute schon geschmust? Falls die Antwort nein lauten sollte, wird es schleunigst Zeit für ein Lippenbekenntnis: Immerhin ist heute Tag des Kusses.

Sie wissen ja: Bis zu 34 Gesichtsmuskeln werden beim Küssen aktiv, gleichzeitig wechseln Millionen Bakterien den Besitzer, das Immunsystem wird gestärkt und hormonelle Glücklichmacher wie Serotonin oder Dopamin schießen uns ein. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Die andere ist: Liebe. Leidenschaft. Lust. Romantik. Und davon wird nirgendwo so lustvoll erzählt wie im Kino. Ob Tragödie oder Komödie, keine Kinogeschichte kommt ohne Love Story aus – und damit ohne Kuss. Hier ein kleiner cineastischer Streifzug:

„Vom Winde verweht“

Das Südstaaten-Epos ist einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten und wurde bei 13 Nominierungen mit acht Oscars ausgezeichnet. Das Werk wird heute wegen rassistischer Klischees kritisiert, die Liebesgeschichte zwischen Rhett Butler und Scarlett O’Hara bleibt dennoch eine der größten der Kinohistorie. Unvergessen bleibt uns der dramatische erste Kuss zwischen dem forschen Clark Gable und der streitlustigen Vivien Leigh – der mit einer Ohrfeige endet …

Apropos Kultfilm: „Casablanca“ darf da selbstverständlich nicht fehlen. Das American Film Institute wählte ihn 2002 zum besten US-Liebesfilm aller Zeiten. Wer da nicht dahinschmelzt, wenn Humphrey Bogart und Ingrid Bergman ineinander versinken, sollte dringend einen Arzt aufsuchen und sich am Herz untersuchen lassen. Fun Fact: Weil Bogart fünf Zentimeter kleiner als die Bergman war, stellte er sich bei gemeinsamen Szenen auf eine Kiste.  

Abschiede sind immer ein guter Grund für eine gelungene Kuss-Szene. In „Ghost – Nachricht von Sam“ ist es zudem ein übersinnliches Goodbye. Demi Moore verabschiedet sich im Kassenschlager aus dem Jahr 1990 von Patrick Swayze, der ihr nach seinem Tod in Gestalt eines Geistes half, seine Mörder zu finden. Dann geht er ins Licht. Rührend.

Ebenfalls endgültig ist der Abschied in einer dramatischen Liebesszene in „Thelma & Louise“ aus dem Jahr 1991. Im Roadmovie von Ridley Scott rasen Susan Sarandon und Geena Davis – Achtung, Spoiler – verfolgt von der Polizei mit ihrem Thunderbird in den Abgrund des Grand Canyons. Davor gibt es allerdings einen bewegenden Kuss zum Lebewohl. 

Liebe bewegt – auch am wogenden Meer. Kein Film hat das besser unter Beweis gestellt als „Titanic“. Die Liebesgeschichte am sinkenden Dampfer mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet rührte die Zuschauer im Jahr 1997 zu Tränen. Das Epos von James Cameron gewann elf Oscars. Schnief! 

Ein Klassiker im Genre Liebesfilm ist natürlich „Pretty Woman“, ein leichtfüßiges Filmmärchen a la Hollywood. Richard Gere und Julia Roberts sind ein cineastisches Traumpaar. Witzig: Ursprünglich war kein Happy End in der Erzählung vorgesehen. Und: Die Rolle, die Roberts berühmt machte, wurde zuvor u.a. von Meg Ryan, Brooke Shields und Sandra Bullock abgelehnt. Dieser zärtliche Kuss sorgte 1990 für Herzklopfen in den Zuschauerreihen:

Auch „Wie ein einziger Tag“ nach dem Bestseller von Nicholas Sparks ist für Romantik-Fans ein Muss. Selbst wenn die Kritiken durchwachsen waren, die Zuschauer liebten den Streifen über ein Paar, das sich als Teenager verliebt und nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zusammenkommt. Der folgende Kuss zwischen Ryan Gosling und Rachel McAdams gewann 2004 den MTV Movie Award für den Besten Kuss:

Überhaupt eignet sich Regen ja als Dramatisierung der Ereignisse. Eindrucksvoll bewiesen hat das „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“. Das große Herzschlagfinale während es wie aus Kübeln gießt, als Hugh Grant und Andie MacDowell nach vielen Hindernissen endlich zueinander finden, ist witzig, bewegend und hat Klasse:

Überhaupt waren die 1990er Jahre ein gut bestellter Boden für romantische Komödien. Eine der erfolgreichsten war „10 Dinge, die ich an dir hasse“ aus dem Jahr 1999, quasi „Der Widerspenstigen Zähmung“ auf die High School verlegt. Zwischen Heath Ledger und Julia Stiles stimmt die Chemie, wie man sieht: 

Es geht aber auch ungewöhnlicher. Etwa wenn einer der Protagonisten ein Kostüm trägt. Sagen wir, ein Superhelden-Kostüm: Als Spider-Man baumelt Andrew Garfield kopfüber, um mit Emma Stone zu schmusen – sie darf ihm ausnahmsweise die Maske dafür abnehmen. Ach ja, es regnet dabei übrigens:

Geschmust wird im Film natürlich auch von Frau zu Frau. In „Eiskalte Engel“ verführt Sarah Michelle Gellar ihre unerfahrene Freundin Selma Blair und ihr beibringen, wie man küsst. Nicht ohne intrigenreiche Hintergedanken ... 

Ein besonders schöner Filmkuss fand übrigens zwischen einem Paar stand, das tierisch süß und bezaubernd war: „Susi und Strolch“ aus den Walt-Disney-Studios. Im berühmten Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1955 genießen die beiden Wuffs zusammen eine große Portion Spaghetti im Hinterhof eines italienischen Restaurants. Liebe geht durch den Magen, denn so kommt eines zum anderen!

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