Richard Branson mit seinem Team

Richard Branson wurde von 3 Virgin Galactic-Mitarbeitern begleitet.

© Virgin Galactic

freizeit
07/12/2021

Richard Branson: Kann er mehr als nur Weltraum?

Sir Richard Branson flog als erster Milliardär in den Weltraum. Doch auch abseits der Raumfahrt bricht der Brite Rekorde.

von Caroline Bischof

Er hat das Space Race der Milliardäre für sich entschieden: Am Sonntag reiste der Brite Sir Richard Branson als Erster mit seinem eigenen Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic in den Weltraum. Doch auch auf der Erde schreibt der Abenteurer Geschichte.

Auf dem Weg ins All

Um 10:40 Uhr Ortszeit startete Branson vom Spaceport America in New Mexiko mit seinem fünfköpfigen Team im Raumgleiter "VSS Unity" ins All. Verfolgen konnte man den Flug per Livestream auf YouTube. Ein Trägerflugzeug brachte den Gleiter in die Luft, der sich in 40 Kilometern Höhe löste und selbstständig ins All weiterflog. Damit erfüllte sich der Brite eine Woche vor seinem 71. Geburtstag einen Kindheitstraum: einmal die Erde von oben sehen. Insgesamt verbrachte er eine Stunde im All und erlebte sogar einige Minuten Schwerelosigkeit.

Richard Branson privat

Wer Richard Branson kennt, ist wohl kaum überrascht von seinem Vorstoß in den privaten Weltraumtourismus. Nach eigenen Angaben prophezeite Bransons ehemaliger Schuldirektor ihm bei seinem Abschluss, er würde „entweder im Gefängnis landen oder Millionär werden“ – damit sollte er Recht behalten.

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Mit nur 20 Jahren startete Branson seine Karriere als Schallplattenhändler mit dem eigenen Unternehmen Virgin, aus dem später das weltbekannte Plattenlabel Virgin Records hervorging. Mittlerweile ist die Virgin Group ein milliardenschwerer Konzern, der mehr als 40 Unternehmen auf fünf Kontinenten umfasst.

Süchtig nach Rekorden

Schon 1986 stellte Branson seinen ersten Weltrekord auf, als er mit der „Atlantic Challenger“ die schnellste Atlantiküberquerung per Boot schaffte. Dabei sollte es nicht bleiben: wenige Jahre später überquerte er als erster Atlantik und Pazifik in einem Heißluftballon. Der Versuch einer Erdumrundung im Ballon scheiterte schließlich, Bransons Faszination mit dem Fliegen war allerdings ungebrochen.

Auch auf dem Wasser machte der Milliardär regelmäßig Schlagzeilen. 2009 ging ein Foto um die Welt, das Branson auf dem Surfbrett zeigte, auf seinem Rücken eine nackte junge Frau. Wie Branson später erklärte, entstand das Bild bei einem zufälligen Treffen mit einem Fotografen nahe seiner Privatinsel Necker Island in der Karibik. Die Begegnung inspirierte wohl einen späteren Weltrekord: 2014 schrieb Branson Kitesurf-Geschichte im Guiness Buch der Rekorde für die meisten Surfer auf einem Brett. Außerdem interessant: Branson ist der älteste Kitesurfer, der jemals den Ärmelkanal überquerte.

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Wettlauf mit Jeff Bezos

Bei dieser Sucht nach Rekorden scheint auch der Termin für den Weltraumflug nicht ganz zufällig gewählt. Virgin Galactic tüftelte seit 2004 an der Technologie für den Weltraumtourismus – und wählte das Launchdatum für den ersten Flug nur neun Tage vor dem geplanten Flug ins All von Amazon-Gründer Jeff Bezos mit seinem Unternehmen Blue Origin. Damit gewann er das „Rennen ins All“ – zumindest nach seinen Spielregeln.

Die VSS Unity überquerte nämlich nicht die sogenannte Kármán-Linie, die hundert Kilometer über dem Meeresspiegel angelegt ist und als Grenze zwischen Erdatmosphäre und Weltall gilt. Branson blieb mit seinem Flug 14 Kilometer unter der Linie - für die US-Luftfahrtbehörde war das genug Weltraum; um ihm eine Astronautennadel zu verleihen. Anders sieht das Jeff Bezos: In einem Tweet vergleicht er Virgin Galactic’s Technologie mit der von Blue Origin. Ob Flughöhe, Fenstergröße oder Umweltfreundlichkeit, die Technologie von Blue Origin steigt in diesem Vergleich klar besser aus.

Der dritte Milliardär mit dem Traum des Weltraumtourismus, Elon Musk, sah den Vorstoß von Branson dagegen gelassen. Er wünschte Branson sogar persönlich viel Glück: Ein Instagrampost zeigt die beiden Männer in der Nacht vor dem Start in Branson’s Küche. Musk besuchte auch die Launchparty und twitterte nach der sicheren Landung: „Glückwunsch, schöner Flug!“

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Nun plant Branson bereits zukünftige Flüge, Tickets werden für eine Viertelmillion Dollar gehandelt. Um seinen Kindheitstraum jedoch für alle möglich zu machen, setzt Branson noch einen oben drauf: Gemeinsam mit Omaze verlost Virgin Galactic zwei Plätze auf einem der ersten Flüge ins Weltall. Außerdem gibt’s eine Führung durch den Spaceport America von Sir Richard Branson höchstpersönlich. Wer sich das nicht entgehen lassen möchte, kann unter omaze.com/space bis zum 1. September an der Verlosung teilnehmen.

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