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freizeit Mode & Beauty
08/06/2020

Mächtige Vorbilder für Millionen: Die neuen Superstars aus Korea

K-Popstars: Modefirmen reißen sich um südkoreanische Casting-Bands. Das Geschäft hat aber auch Schattenseiten.

von Christina Michlits

Im Beauty-Bereich haben Firmen aus Südkorea schon seit einigen Jahren die Nase vorne, in der Welt der interaktiven PC-Spiele (eSports) gilt das Land in Asien ebenfalls als Mekka – und jetzt trumpfen Talentschmieden aus Seoul auch noch mit Musikern auf, die weltweit für kreischende Teenies sorgen: den K-Popstars.

K steht für Korea, denn im geschäftigen Land gibt es eine ganze Armada von Produzenten, die Talente jahrelang für ihren Einsatz in Boy- und Girlbands in eigenen Schulen trimmen. Beinharter Tanz-, Gesang- und Sprachunterricht stehen auf dem Programm, wer als zu schwach gilt, wird aus den Akademien geschmissen.

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Luxuslables reißen sich um K-Stars

Aus dem harten Drill sind bereits erfolgreiche Casting-Bands hervorgegangen, die mit ihren YouTube-Videos alle Rekorde brechen, Stars wie Britney Spears MTV-Awards wegschnappen und für den Grammy nominiert werden – so wie die Boyband BTS.

Die androgynen Buben sorgen für ausverkaufte Konzerthallen rund um den Globus, obwohl sie Koreanisch singen – ebenso wie Blackpink, die derzeit wohl coolste Mädchentruppe aus Südkorea.

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Von Dior ausgestattet

Bei solch einem Hype ist es nur logisch, dass die neuen Popsternchen auch zu großen Modevorbildern für ihre Millionen von Fans avancieren. Das wissen auch Luxusmarken wie Dior. Und so wurden die Burschen von BTS für ihre Tour sogar vom französischen Label ausgestattet.

Kim Jones, Chef von Dior Homme, schwärmt: „Jeder, den ich kenne, ist verrückt nach ihnen!“ Auch während der Fashion Weeks in New York und Paris sitzen K-Popstars bei fast allen Luxuslabels mittlerweile in der ersten Reihe.

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Videos in Haute Couture

Dass die K-Stars Einzug in den Modezirkus gehalten haben, beweist auch der neueste Song „How You Like That“ von Blackpink. Im mehr als 350 Millionen Mal angeklickten Video sind Jennie, Lisa, Rosé und Jisoo in den begehrtesten Trendteilen von Celine, Alexander McQueen und Chanel zu sehen.

Das Video ersetzt jeden Runway und Kolleginnen wie Katy Perry oder Ariana Grande sind damit beinahe Schnee von gestern.

Das neue Gesicht von Saint Laurent

Zudem wurde der 22-jährigen Rosé nun auch noch ein begehrter Deal offeriert, den zuvor Topmodel Kaia Gerber für sich beanspruchte. Sie ist das neue internationale Werbegesicht für die Kultmarke Saint Laurent.

Glatt und etwas brav wirken die Stars aus Korea aber allesamt. In einem Interview lässt Rosé immerhin anklingen, wie schwer die Zeit in der Talentschmiede war, der sie sich als 16-Jährige verschrieb. Ihre Blackpink-Kollegin Jennie war noch jünger. Mit 12 Jahren wurde sie von YG Entertainment gecastet.

Angeblich gibt es harte Knebelverträge und der zurückgetretene Geschäftsführer hat Schlagzeilen mit Drogenmissbrauch und Prostitution gemacht.

Druck und Depressionen

Schwere Vorwürfe gab es rund um das K-Pop-Geschäft als im Vorjahr die Sängerin Sulli im Alter von 25 Jahren Suizid beging. Nur einen Monat später folgte ihr Kollegin Goo Hara.

Viele würden sich nicht trauen, über den enormen Druck in diesem Business zu sprechen und auch mit Anfeindungen im Netz hätten die Teenie-Idole zu kämpfen, erzählt Sängerin Amber Liu als eine der wenigen offen. „Dir wird gesagt, was du zu tun, was du zu sagen, und wie du zu denken hast.“ Sie hofft auf ein Umdenken in der Branche. Diese aber macht Millionen mit ihren jungen Stars und bislang keine Anstalten, etwas an der Erfolgsmaschinerie zu ändern.

Das Geschäft
Drei große Talentagenturen  bilden junge Künstler in eigenen, sehr umstrittenen Schulen aus. Fremdsprachen, Tanz und Gesang werden unterrichtet, sowie richtiges Benehmen und der Umgang mit Fans und Journalisten.

Trump-Aufmischer
Viele kennen  K-Stars erst seit einem TikTok-Aufruf gegen US-Präsident Trump. Fangruppen (K-Pop-Stans) hatten aufgerufen, Plätze für Trumps Wahlauftakt zu reservieren, um dann nicht zu erscheinen. Die Macht der K-Popfans wurde sichtbar:  fast eine   Million Reservierungen gab es, erschienen sind nur 6.000 Personen. Die Halle hätte aber 19.000 Personen gefasst. Donald Trump musste seine Rede also vor auffällig leeren Rängen halten. K-Pop-Stans erklärten, dass dies erst der Anfang ihrer Strategie gegen Trump sei.

 

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