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freizeit Mode & Beauty
11/21/2020

Nachhaltige Kollektion: H&M produziert erstmals Mode nur aus Müll

Der schwedische Moderiese hat bereits in vergangenen Kollektionen zum Teil mit Abfällen gearbeitet.

von Maria Zelenko

Im Bereich der nachhaltigen Textilien wird unter Hochdruck an neuen Möglichkeiten geforscht. Eine immer größere Rolle spielt dabei seit einigen Jahren Abfall. So wird eine vegane Lederalternative namens Vegea aus Resten der Weinherstellung gewonnen, die früher einfach weggeworfen wurden. Firmen wie Le Coq Sportif und die Richemont Gruppe setzen bereits auf das innovative Material.

Reste aus Agrarproduktion

An Alternativen wie diese tasten sich zunehmend auch große Modeketten heran. Nachdem H&M in seinen vergangenen Conscious Collections, die auf nachhaltigere Materialien fokussiert sind, bereits Vegea verwendete, lanciert das Unternehmen Anfang Dezember nun erstmal eine komplette Kollektion, die ausschließlich auf Abfällen basiert.

So kommt dort erstmals das Material Agraloop zum Einsatz, welches auf Resten aus dem Ölhanfanbau basiert. Dieses wird zu neuem, natürlichem Biofibre umgewandelt, welches 2018 den Global Change Award erhielt.

Weltpremiere in einer Modekollektion feiert das Material Eastman Naia. Hierbei werden unter anderem normalerweise weggeworfene Teppichfasern und Plastikverpackungen in Kombination mit Zellulosefasern zu neuem Stoff verarbeitet.

Auch bei Färbeprozessen wird zunehmend Wert auf umweltschonende Alternativen gelegt. Heimische Modelabels wie Rudolf Vienna arbeiten ausschließlich mit pflanzenbasierten Farben. Nicht ganz so extrem, aber immerhin, wagt auch H&M sich hier auf Neuland: Die schwedische Firma We are SpinDye schafft es, die recycelten Synthetikfasern fast ohne Wasserverbrauch und nur minimalem Chemikalieneinsatz zu färben.

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