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freizeit Mode & Beauty
04/13/2021

Beautytrend: Was taugen die neuen Pflege-Ampullen fürs Gesicht?

Immer mehr Firmen bieten Ampullen-Kuren an. Ein Marketing-Schmäh oder Kosmetik mit Sinn?

von Maria Zelenko

Was Paris für die Modewelt ist, gilt für Seoul und die Beautybranche: Korea ist in Sachen Kosmetiktrends die inoffizielle Autorität. Einige der populärsten Produkte des vergangenen Jahrzehnts, darunter BB Creams und Vliesmasken, hat sich der Westen abgeschaut. Die neueste, in Asien schon lange populäre Produktkategorie, die hiesige Marken nun in die Regale bringen: Ampullen.

Gefüllt mit auf verschiedene Hauttypen abgestimmten Seren werden diese als Kuren für mehrere Tage beworben – und sollen schnell für einen ebenmäßigeren und verjüngten Teint sorgen. Pigmentflecken, Fahlheit oder Trockenheit? Für jedes Hautproblem wird bereits die passende Ampulle angeboten.

Pause einlegen

Handelt es sich hierbei nur um einen Marketing-Gag, bei dem die allseits bekannten Seren einfach in kleine Glasviolen umgefüllt werden? „Nein“, sagt Dermatologin Golnaz Delir vom Kuzbari Zentrum. „Zum einen enthalten Ampullen eine höhere Wirkstoffkonzentration als so manche herkömmliche Seren. Auch die Textur unterscheidet sich in den meisten Fällen deutlich, sie ist reichhaltiger.“

Aus diesem Grund werden Ampullen auch als Kur (ab ca. 14,99 Euro) verkauft. „Seren sind für die tägliche Pflege über einen längeren Zeitraum gedacht. Ampullen sollen innerhalb kurzer Zeit einen Boosting-Effekt erzielen.“ Auch Kosmetikerin Sarah Chapman, die unter anderem Meghan Markle vor ihrer Hochzeit zu einem Glow verhalf, empfiehlt Ampullen ausschließlich punktuell über das Jahr verteilt anzuwenden: „Meinen Kundinnen empfehle ich das vor Events wie der Oscarverleihung oder zum Jahreszeitenwechsel, wenn die Haut sehr fahl ist“, sagt die Londonerin im KURIER-Gespräch. „Da es sich um sehr konzentrierte Formeln handelt, würde ich zwischen jeder Packung immer eine Pause einlegen.

Kein Ersatz

Golnaz Delir rät, sich in jedem Fall gut über die Inhaltsstoffe zu informieren und diese in Abstimmung zum eigenen Hauttyp anzuwenden. „Man kann sich damit nicht nur etwas Gutes tun. Wenn jemand zum Beispiel zu Akne neigt, kann hoch dosierte Hyaluronsäure zu noch mehr Pickeln führen.“ Wer sich ob seines eigenen Hauttyps unsicher ist, solle sich dermatologisch beraten lassen.

Der Effekt der Ampullen sei nicht nur optischer, sondern auch psychologischer Natur: „Sie geben einem das Gefühl, der Haut etwas Gutes zu tun. Auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt vielleicht nicht unbedingt notwendig sind.“

In Sachen Hautpflege ist laut Delir weniger manchmal auch mehr. Für einen Sofort-Effekt sei das aus Korea zu uns überschwappende Produkt zu empfehlen, die langfristige, tägliche Hautpflege über das Jahr hinweg können Ampullen jedoch nicht ersetzen. „Eine Woche boosten und danach nicht mehr pflegen, bringt nichts. Unsere Haut schält sich alle paar Wochen, einen Merkeffekt gibt es in diesem Sinne also nicht.“

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