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freizeit Leben, Liebe & Sex
12/25/2020

Weihnachtsgeschenke: Die Tops und Flops der Promis

Vom Schneebob mit Blaulicht bis zum rosa Plüschhund: An welche Geschenke sich Kabarettist Gernot Kulis und „Dancing Star“-Conny Kreuter gerne erinnern. Und warum Schauspielerin Petra Morzé mit einem Pullover gar nicht warm wurde. Die Weihnachtsumfrage.

von Annemarie Josef, Florentina Welley, Alexander Kern, Bernhard Praschl, Andreas Bovelino, Daniel Voglhuber

PETRA MORZÉ, Schauspielerin:

TOP: Das schönste Geschenk war und ist, tatsächlich, wenn ich mit meinen Kindern feiere. Das war nicht immer selbstverständlich, da der Vater der Kinder und ich getrennt waren. Wir haben aber auch viele Weihnachten gemeinsam gefeiert. Heuer wird es ein spezielles Weihnachten, da wir das letzte Mal in meinem Haus feiern und ich dann umziehe.
 

FLOP: Der Flop kam tatsächlich vom Vater meiner Kinder: Ein Pullover, wie ich ihn noch nie gesehen habe. Dazu muss man wissen, dass Muster in mir Panik und Fluchtreflexe auslösen können. Dieser Pulli war ein Missoni-Verschnitt mit den abenteuerlichsten Farbkombinationen, erhabenen Stricknähten und schlangenförmigen Klüften darauf. Der Gute war leicht beleidigt, als ich mich getraut habe, zu fragen, was er damit gemeint hat. Der Pullover wurde zurückgegeben.  Aber eine Decke, gleich gestaltet und das Pendant zum Pullover, habe ich heute noch. Sie war eine wunder- volle Babydecke, die auf vielen Fotos mit meinen Kindern ist. Und sie bleibt mit ganz vielen schönen Erinnerungen verwoben.

 

EVA POLESCHINSKI, Modedesignerin:

TOP: Meine schönste Erinnerung an Weihnachten: Ich war etwa fünf Jahre alt und habe vom Christkind eine Sprechpuppe bekommen, die ich mir das ganze Jahr über gewünscht hatte. Ich kann mich noch heute daran erinnern, dass ich den ganzen Raum nach ihr abgesucht habe, fast schon enttäuscht war, dass das Christkind sie offenbar nicht bekommen hatte, als sie plötzlich aus einer  Ecke heraus zu sprechen begann. Natürlich habe ich dann auch das Christkind noch weghuschen sehen durch das offene Fenster … Also das war damals das komplette Kinder- Weihnachten-Fantasie-Programm!

 

FLOP: Ich gestehe, dazu fällt mir nichts ein. Ich liebe Weihnachten in all seinen Facetten. Für mich geht’s dabei nicht um das Geschenk an sich. Schön finde ich, überrascht zu werden. Vielleicht kommt das noch immer vom Kinder-Überraschungsweihnachtsmoment!

 

CHRISTIAN LUDWIG ATTERSEE, Künstler:

TOP: Mein schönstes Geschenk war ein Fahrrad. Ich war damals sieben oder acht Jahre alt und bin damit den ganzen Abend im Esszimmer im Kreis gefahren.

 

FLOP: Meine enttäuschendsten Weihnachtsflops waren Reise-Geschenke, die nie ausgeführt werden konnten.

 

NINA BLUM, Schauspielerin:

TOP: Seit ein paar Jahren freue ich mich am meisten über „Zeitgeschenke“. Mein Mann hat mir letztes Jahr zu Weihnachten ein Skitourenwochenende zu zweit geschenkt. Zusammen mit meinem Lieblingsbergführer – also ihm.

 

FLOP: Ist schon lange her, aber es waren rosa Ohrenschützer, die mir gar nicht gefallen haben – weder die Farbe noch der Ohrenschützer an sich ...

 

PIPPA, Sängerin:

TOP: Wenn ich an Weihnachten und an die damit verbundenen Glücksgefühle denke, fühle ich mich natürlich sofort in meine Kindheit versetzt.  So sehr ich mich über haufenweise Spielzeug gefreut habe, blieb mir doch als schönstes Weihnachtsgeschenk das gemeinsame Feiern mit meiner Freundin Sara und ihren Eltern in Erinnerung. Diese Weihnachten damals werde ich nie vergessen. Sara hatte leider ein viel zu kurzes Leben. Ich vermisse sie sehr.

 

FLOP: Wie jedes Kind hätte ich mich so wahnsinnig über weiße Weihnachten gefreut, der weihnachtliche Schnee blieb aber eigentlich so gut wie immer aus, also war das definitiv ein Flop!

 

THOMAS MORGENSTERN, Ex-Skispringer:

TOP: Als ich sechs Jahre alt war, habe ich einen Schneebob bekommen, einen zum Lenken. Und er hatte sogar ein Blaulicht! Mit den Freunden rodeln zu gehen, war damals eine meiner Lieblingsbeschäftigungen und das Geschenk, auf das ich so gehofft hatte – ein absolutes Highlight. Es ist nichts „Besonderes“, aber die Freude und das Gefühl von damals sind mir bis heute in Erinnerung geblieben.

 

FLOP: Hier kann ich mich an nichts erinnern, aber ich musste sofort an eine lustige Geschichte denken. Meine Familie und die Familie meiner Lebensgefährtin haben die Tradition, gemeinsam zu „wichteln“. Vor etwa drei Jahren habe ich mich jedoch komplett vertan. Ich war überzeugt, jemand anderen gezogen zu haben. Und als es dann um die Verteilung ging, stellte sich heraus, dass ich doch nicht die Person hatte, die ich dachte. Und so hat am Ende die Schwägerin meiner Lebensgefährtin einen Playstation- Controller bekommen. Zum Glück konnte sie ihn nachher umtauschen.

 

GERNOT KULIS, Kabarettist:

TOP: Ich bin in St. Paul im Lavanttal aufgewachsen, die Koralpe ist vor der Tür und Skifahren war als Kind mein Highlight im Winter. Meine alten Ski waren Museumsstücke, die ich wie Schätze gehortet habe. Mein Bruder hatte dann aber doch dem Christkind nachgeholfen, und auf einmal standen nigelnagelneue Rennski unter dem Weihnachtsbaum. Weiß, schnell, unvergesslich. Danke!

 

FLOP: Meine Frau hat sich eine Handtasche gewünscht. Ich hab ihr eine nagelneue Nylon-Tasche gekauft. Mit bester Absicht. Für den täglichen Gebrauch, äußerst praktisch. Freude? Null. Das war das letzte Mal, dass ich meiner Frau eine Handtasche gekauft habe. PS: Sie hat nie wieder diesen Wunsch geäußert ...

 

THOMAS RAAB, Schriftsteller: 

TOPFLOP: Ein Kassettenrekorder von Verwandten, mit eingelegter Kassette, die ich unterm Christbaum vor lauter Freude und vor allen Anwesenden hab’ abspielen lassen und zu hören bekam: „Lieber Thomas, das ist für dich, damit Du dich aufnehmen und dann langsam und deutlich sprechen lernen kannst!“ Ich war 8 Jahre alt, hab von da an Kassettenrekorder aus tiefstem Herzen verabscheut und wo es nur ging,  meterweise Magnetbänder aus Kassetten gezogen ...

 

TOP: Das Jahr darauf, als Versuch der Wiedergutmachung:  Meine erste Carrera- Rennbahn ohne Aufnahmefunktion, dafür zum Schnellfahren. Ob's geholfen hat, weiß ich nicht.

 

TOPTOP: Der erste eigene Christbaum in den eigenen vier Wänden.

 

CONNY KREUTER, Tänzerin und schauTV-Moderatorin:

TOP: Mein schönstes Xmas-Geschenk als ich klein war, war ein rosa Plüschhund vom Christkindlmarkt vor dem Rathaus von meiner Mama. Den hab ich heute noch. Er heißt Wasti. Auch sehr gefreut habe ich mich darüber: Mein Vater hat mir 2016 ein liebevoll selbst gemachtes Foto- und Erinnerungsbuch zu „Dancing Stars“ geschenkt. Das schau’ ich mir regelmäßig an. Jedes Jahr bekomme ich ein neues Fotobuch. Da sind Zeitungsartikel drin, von mir gemachte Backstage-Fotos, offizielle Aufnahmen und Bilder, die mein Vater im Studio gemacht hat. Auch die Punkte-Vergabe ist dabei und was ich so erzählt hab’ von der Zeit. Also sehr  persönlich!

 

FLOP: Gesichtscremen, Nagellack und Parfüm kann ich kaum gebrauchen, weil ich da ganz spezielle Vorlieben hab’ und sie lieber selber aussuche.

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