© Getty Images/iStockphoto/ParkerDeen/iStockphoto

Verhalten
07/29/2021

So gewinnen Sie das Herz Ihrer Katze

Britische Forscher untersuchten und deuteten die Eigenheiten der Samtpfoten. Und: Wo sich Katzen am liebsten streicheln lassen.

von Ingrid Teufl

Sie liegt ruhig atmend auf dem Sofa. Die Augen geschlossen. Die Pfoten angezogen. Und den Schwanz eng um den Körper gelegt: Kaum ein Bild wirkt entspannender, als eine Katze, die ihrer liebsten Beschäftigung fröhnt.

Doch wehe man nähert sich jetzt dem Tier, etwa, um ihm eine kleine Streicheleinheit zu gönnen. – Weg wird sie sein, so schnell können Sie gar nicht schauen! Bevor Sie die Katze voreilig der Undankbarkeit zeihen: Ihnen (nicht der Katze!) ist da ein klassischer Interpretationsfehler unterlaufen. „Wenn sich eine Katze in dieser Haltung in der Nähe von Menschen aufhält, will sie zwar gern da sein. Aber sie will ihre Ruhe haben“, sagt Marina Renner, tierpsychologische Katzenverhaltensberaterin in Brunn am Gebirge (NÖ). Sie weiß: „Vieles wird bei der Katzenhaltung nicht bedacht.“

Komplexe Persönlichkeiten

Aussagekräftige Kommunikation ist nun nicht gerade die Sache der komplexen Katzenpersönlichkeiten. Kein Wunder, dass es zwischen Tier und Mensch so häufig zu Missverständnissen kommt. Genau hier hakten britische Forscher der Nottingham Trent University ein und untersuchten das Verhalten von 100 Katzen. Sie entwickelten einige Verhaltensregeln für die Besitzer und verglichen das Verhalten der Katzen vor und nach Anwendung der Regeln.

Das Ergebnis ihrer Studie: Der Schlüssel zum Herz Ihrer Katze könnte das Gegenteil davon sein, was sie dachten. Soll heißen: „Lassen Sie Ihre Katze entscheiden, wann sie gestreichelt werden will“, raten die Forscher. Ohne direkte Vergleiche zum Menschen ziehen zu wollen: Diese Methode erinnert an die Kindererziehung. Dort spricht man von bedürfnisorientierter Erziehung. Die Eltern orientieren sich also mehr an den Bedürfnissen des Kindes, als an den eigenen. Der Sinn dahinter ist, dass Kleinkinder lernen, ein Bedürfnis – etwa schlafen – selbst wahrzunehmen.

Langsam annähern

Aber zurück zu den Samtpfoten. Expertin Renner überrascht das Ergebnis der britischen Studie naturgemäß nicht. „Katzen kann man zu nichts zwingen. Aber man kann sich ihnen langsam annähern und ein Verhalten positiv besetzen.“ Etwa mit einem Leckerli, wenn sie sich (aus eigenem Willen) berühren lässt. Vielleicht hilft auch ein weiteres Detail aus der britischen Studie. Da wurde ermittelt, wo sich Katzen am liebsten streicheln lassen: An den Ohren, rund um die Wangen und unter dem Kinn.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.