Kontrollen bei der Einreise nach  Österreich

© APA/dpa/Matthias Balk / Matthias Balk

freizeit Fragen der Freizeit
04/21/2020

Warum muss immer jemand aufs WC, wenn man endlich auf der Autobahn ist?

Fragen der Freizeit ... und Antworten, die Sie überraschen werden.

von Andreas Bovelino

Erinnerungen an Urlaubsfahrten, schon etwas verblasst, aber um nichts weniger schön, vielleicht sogar noch schöner, quasi Hamilton-weichgezeichnet. Diese Vorfreude, auch die leichte Ungeduld, während die Liebste noch alles packt, mit niedlich gerunzelten Brauen  hin und her läuft. Auch das gehört dazu.

Dann im Auto. Noch angespannt. Die Pässe? Die Liebste nickt. Die Buchungen? Sie lächelt. Natürlich! Man kämpft sich durch den Stadtstau, erduldet den Berufsverkehr, um vor den anderen Urlaubern auf dem Highway to Süden zu sein. Endlich, die Autobahn – und das Bewusstsein, dass einen jetzt nichts mehr stoppen kann. „Schatz, ich muss mal“, die Liebste schaut ein bisschen unglücklich. Aber nicht jetzt, oder? Doch, dringend. Aber dann muss ich abfahren! Die Liebste zuckt die Schultern. Dann holt uns der Urlaubsstau ein, in Gottes Namen – warst du denn nicht zu Hause? Doch. Sie lächelt. Wir fahren ab.

„Das passiert, wenn die Anspannung von uns abfällt, wenn wir im wahrsten Sinn des Wortes los lassen“, erklärt die deutsche Psychologin und Paartherapeutin Ingeborg Prändl. Aber warum trifft dieses Phänomen gar so oft auf Beifahrerinnen zu. Bewusst ohne großes „I“ jetzt. Als ich noch im Bandbus auf Tour war, gab’s nicht einen, der schon in Altlengbach für kleine Jungs hätte müssen. Okay, ein Schlagzeuger bestand darauf, bei jeder zweiten Tankstelle Bier zu kaufen, aber das ist eine andere Geschichte. „Auch heute wird die Vorarbeit zum Urlaub oft hauptsächlich von Frauen geleistet“, erklärt die Psychologin. Während Männer schon stolz und zufrieden sind, wenn sie wissen, wo’s hin geht. „In dieser Stress-Situation hilft es auch nichts, wenn man direkt vor der Abfahrt nochmal aufs WC geht. Da ist die Anspannung viel zu groß, um loszulassen“, sagt Ingeborg Prändl.

Okay: Ich schwöre, sollten wir jemals wieder verreisen dürfen, pack ich die Pässe ein, verstau die Buchungen an einem sicheren Ort und stecke sogar persönlich meinen Lieblingskorkenzieher, der immer schmerzlich vermisst wird, wenn er mal fehlt, ins Seitenfach des Koffers. Dafür machen wir die erste Pinkelpause erst nach 500 Kilometern. Deal?

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