Gummibären sind Fruchtgummis in Form von etwa 1,5 Zentimeter großen, stilisierten Bären.

© Michael Bodmann/istockphoto

freizeit Fragen der Freizeit
08/04/2020

Warum gibt es eigentlich keine blauen Gummibärchen?

Fragen der Freizeit ... und Antworten, die Sie überraschen werden.

von Elisabeth Mittendorfer

Rot, Grün, Gelb, Orange oder Weiß: Viele Naschkatzen haben, was Gummibärchen angeht, eine bevorzugte Farbe – nur blaue kann man lange suchen. Zumindest in der Goldbären-Mischung von Haribo, die im Fruchtgummi-Segment als der Klassiker schlechthin gilt. Immerhin war es Haribo-Firmengründer Hans Riegel, der die zunächst als „Tanzbären“ bezeichnete Süßigkeit 1922 erfand. Die Frage, warum es keine blauen Bärchen ins Sackerl schaffen, kursiert seit Jahrzehnten, wie ein Sprecher des Unternehmens bestätigt.

Kein Wunder, immerhin gilt Blau als die Lieblingsfarbe der Österreicher, wie eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Spectra im Jahr 2019 ergab. Auch in zahlreichen anderen Ländern dieser Welt wird Blau regelmäßig zur beliebtesten Farbe gewählt.

Algen als Färbemittel

Doch zurück zu den Bärchen: Zumindest Haribo schloss die Produktion blauer Goldbären lange Zeit aus, weil ein schöner Blauton nur mittels Farbstoffen synthetischen Ursprungs zu erzeugen war. Wie bei vielen anderen Herstellern auch, werden den Gummitieren keine künstlichen Farbstoffe zugeführt, ihre Farbe verdanken sie ausschließlich Auszügen aus Früchten und Pflanzen. Zitronensaftkonzentrat und Zitronenaroma geben den gelben Goldbären ihren Geschmack, Mango, Passionsfrucht und Zitronen sorgen für die Farbe. Bei den dunkelroten Beeren, die nach Himbeere schmecken, kommt Schwarze Johannisbeere zum Einsatz. Eine satte blaue Färbung auf biologischem Weg hinzubekommen, ist schwierig, Heidelbeeren würden den Fruchtgummi etwa nur lila färben. Dennoch gelang es Haribo – durch den Einsatz der Alge Spirulina – 2014 erstmals blaue Gummibären in der Geschmacksrichtung Heidelbeere herzustellen. In Deutschland waren diese in einer Fan-Edition zu finden, in Österreich wurden die „Heidelbärchen“ ein Jahr später als limitierte Sommer-Edition angeboten.

Eine Erweiterung des Originals um die blauen Bärchen ist dennoch nicht geplant. Denn dieses ist seit Generationen unverändert: Nur ein Lächeln wurde den süßen Bärchen in den 1990er-Jahren von den Produktdesignern erstmals ins Gesicht gezaubert.

Hier schreiben Autoren und Redakteure abwechselnd über Dinge, die uns alle im Alltag beschäftigen.

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