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Herbst
09/13/2021

Wie der Most die Vielfalt der heimischen Obstsorten beeinflusst hat

Die Apfelernte hat bereits begonnen und die Birnen sind auch bald reif.

von Ute Brühl

In der Steiermark fängt die Arbeit in den Obstgärten jetzt so richtig an: „Wir starten derzeit mit der Apfelernte“, erzählt Manfred Kohlfürst, Präsident des Österreichischen Obstbauverbands und natürlich auch ein Steirer. Denn nirgendwo wird in Österreich so viel Obst angebaut wie in der Grünen Mark.

Auch die Birnen werden jetzt je nach Sorte nach und nach reif, erzählt Kohlfürst: „Im Gegensatz zu den Äpfeln, die wir in guten Jahren auch zu großen Teilen exportieren, haben wir bei den Birnen noch etwas Aufholbedarf – hier kann der Anbau nicht den Bedarf der Österreicher decken.“ In ein paar Jahren soll es aber so weit sein, dass die Österreicher ausreichend heimische Birnen bekommen. Was viele Obstbauern davor zurück schrecken lässt das Obst anzubauen, sind Krankheiten und Schädlinge – wie der Feuerbrand, der während der Blütezeit die Bäume zerstören kann, und der Birnblattsauger, erläutert Kohlfürst.

Ab ins Fass

Die Birne ist übrigens nicht nur ein wunderbares Speiseobst, sie gehört auch in einen richtig guten Most. Warum der in Österreich eine so große Tradition hat, erläutert Obstbauer Karl Zwickl aus Prigglitz in Bezirk Neunkirchen (NÖ): „Früher haben die Menschen sehr viel Most und Wein getrunken, weil die alkoholischen Getränke sauberer als das Wasser waren. Durch die Gärung reinigt sich die Flüssigkeit quasi von selbst.“

Weil man früher aber nicht so viele Birnen und Äpfel auf einmal verarbeiten konnte, hat man verschiedene Sorten angebaut, sodass man von August bis in den November hinein immer wieder ernten und Most machen konnte. Bis zu 50 verschiedene Apfelsorten und rund 15 Birnensorten bietet er auf seinem Hof an.

Neben Äpfel und Birnen erntet Zwickel demnächst Zwetschken, genauer gesagt die Hauszwetschke – also die Sorte, die man einst zum Dörren verwendet hat. „Weil unser Betrieb auf 600 Meter Höhe ist, dauert die Ernte bei uns noch bis in den November hinein.“ Andernorts werden Zwetschken jetzt geerntet – und vielleicht schon zu einem köstlichen Schnaps gebrannt. Auch eine Methode, das Aroma zu konservieren.

184 Tausend Tonnen Äpfel und 6306 Tonnen Birnen wurden vergangenes Jahr in Österreich geerntet

2,3 Kilo Zwetschken verspeist jeder Österreicher jährlich – und fast 19 Kilo Äpfel

 

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