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freizeit Essen & Trinken
05/22/2020

Moon-Milk: Wie das Trend-Getränk beim Einschlafen hilft

Warme "Mond-Milch" schaut wunderschön aus, schmeckt gut und begleitet uns ins Land der Träume.

von Gabriele Kuhn

Eine „Gute-Nacht-Milch“ empfahl schon die Oma, wenn wir nicht einschlafen konnten. Warme Milch mit Honig gilt als bewährtes Hausmittel - wissenschaftlich bewiesen ist nichts, der Effekt ist trotzdem da. Milch enthält schlaffördernde Komponenten wie etwa Tryptophan (eine Aminosäure) oder Melatonin, aber die Dosis ist zu gering. Vielmehr geht es um das wohlige Gefühl, das das Getränk auslöst.

Wie so vieles, unterliegt auch die Gute-Nacht-Milch einem Wandel: Man (=viele Stars) schwört jetzt auf „Moon Milk“ oder „Blue Milk“ als Trend-Schlummertrunk, der in den sozialen Medien gerade gehypt wird, vor allem, weil sie wirklich hübsch aussieht. Die trendige Moon-Milk basiert auf ayurvedischem Wissen, im Ayurveda gilt warme Kuhmilch als wertvolles Lebenselixier. Es wirkt positiv auf die Leistungsfähigkeit, vorausgesetzt, es wird nicht zu viel davon getrunken. Dazu kommen Gewürze, vor allem Kurkuma, Zimt, Nelke, Kardamom, Safran, Ingwer. Das wichtigste Geheimnis der Mond-Milch ist aber die so genannte Schlafbeere oder Winterkirsche, Ashwagandha bzw. das Pulver davon.  

Sie gilt in Indien seit langer Zeit als eine der bekanntesten Heilpflanzen und bewirkt, dass sich das Nervensystem mit schneller und besser adaptieren kann. Der Umgang mit Stress verändert sich, die Regenerationsfähigkeit steigt und man schläft besser. Es wird aber auch die Beigabe von Reishipilz-Pulver oder Tulsikraut (Heiliges Basilikum) empfohlen.

Milch in Blau - gegen Stress

Die „Blue Milk“ ist wiederum eine weitere hübsche Variante zur Mond-Milch – sie wird mit Lavendel und – für die schöne blaue Farbe – zum Beispiel mit blauem Spirulina-Pulver oder tiefblauem Tee von der Schmetterlingserbse (Butterfly Pea Flower Tea) zubereitet. Auch dieser Tee wird in der ayurvedischen Heilkunst gegen Stress eingesetzt. Man kann sich seine Schlafmilch auch rosafarben zaubern – zum Beispiel mit Hibiskusblüten. Hier das Basisrezept:

Moon-Milk

Zutaten (für 1 Tasse)

200 ml Bio-Milch (oder pflanzliche Alternativen wie Hafermilch, Reismilch, Mandelmilch, Kokosmilch)

1 TL Ashwagandhapulver

Je 1 Prise Kurkuma, Zimt, Nelken, evtl. Ingwer, Kardamom, je nach Geschmack

Zum Süßen: etwas Honig oder Agavensirup bzw. Ahornsirup

Zubereitung:

Milch erhitzen, aber nicht aufkochen lassen. Nun das Pulver der Schlafbeere sowie die Gewürze unterrühren. Mond-Milch in eine Tasse geben, süßen – und vor dem Schlafengehen trinken. Wer will, kann sie auch noch leicht aufschäumen, damit sie „molliger“ wird.

Alternativen, Tipps: In die Milch passt auch Vanille oder 1 TL Rohkakao. Damit sie zur „Blue Milk“ wird, kommt eine Handvoll Schmetterlingserbsentee dazu (bekommt man in guten Teeläden oder Reformhäusern), weiters 1 TL Lavendelblüten, die herrlich duften und ebenfalls ausgleichend wirken. Die Milch schaut besonders schön aus, wenn man ein paar Blütenblätter oben drauf verteilt.