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freizeit Essen & Trinken
02/18/2020

Pastinaken - zurück zu den Wurzeln

Das Wurzelgemüse mit dem speziellen, süßlich-erdigen Geschmack ist wieder in den heimischen Küchen angekommen.

von Katharina Salzer

Gelblich-weiß bis leicht bräunlich ist ihr Äußeres und manchmal ist sie ein bisschen krumm: Die Pastinake ist auf den ersten Blick so unattraktiv wie altmodisch. Jahrzehntelang war sie in Vergessenheit geraten, übertrumpft von Erdäpfel und Karotte. Aber jetzt, in Zeiten des Bio-Landbaus, der Nachhaltigkeit und Regionalität kommt sie zurück in die österreichischen Haushalte.

Pastinaken verleihen den Gerichten eine süßlich-erdige Note. Von den Bioläden haben sie ihren Siegeszug in die Supermärkte angetreten. Angeboten werden sie auch bei Direktvermarktern. „Sie schmecken einfach gut“, sagt Gerhard Zoubek vom Adamah-BioHof in Glinzendorf, der neben vielen anderen Gemüsen im Marchfeld (NÖ) auch Pastinaken wachsen lässt.

  • Brennwert: 59 kcal
  • Eiweiß: 1,3 g
  • Kohlehydrate: 12,1 g davon Zucker 3 g
  • Fett: 0,4 g
  • Ballaststoffe: 2,1 g

Außerdem lassen sie sich leicht verarbeiten. Als Püree, als Suppe, in Aufläufen und als Laibchen. „Es ist ein einfaches Gemüse“, sagt Zoubek. Weil sie leicht süß schmeckt, kann man mit der Pastinake auch Kuchen und Torten backen. Oder Babynahrung zubereiten.

Vorbereitung: 15 min
Zubereitung: 25 min
Portionen: 2

Zutaten:

  • 250 g Pastinaken gewaschen, geschält und gewürfelt
  • 1 kleine Zwiebel   geschält und klein geschnitten
  • 2 EL Butter
  • 125 ml Weißwein
  • 400 ml Gemüsesuppe  
  • 100 ml Schlagobers
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss gerieben

Zubereitung:

  • Zwiebel in Butter andünsten
  • Pastinaken dazugeben und bei niedriger Temperatur kurz mitdünsten. Häufig umrühren
  • Mit Weißwein ablöschen und ein wenig einkochen lassen
  • Suppe dazugeben. Die Pastinaken weichkochen
  • Obers dazugießen, kurz aufkochen, dann mit dem Stabmixer pürieren
  • Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken
  • Mit kurz angebratenen Pastinakenstückerln garnieren

 

Und falls das noch nicht als Argument zieht: Die Bilanz des Wurzelgemüses liest sich durchaus positiv. Unter anderem, weil es genügsam ist und meist einen kurzen Transportweg hat. Es ist zudem gut lagerfähig und eignet sich daher besonders für die Küche im Winter.

Vorbereitung: 10 min
Zubereitung: 30 min
Portionen: 2

Zutaten:

  • 500 g Pastinaken gewaschen, geschält, in Stifte geschnitten
  • 1 EL Gemüsesuppe
  • Salz und Pfeffer
  • 1 bis 2 EL Öl oder Wasser
  • Petersil- oder Pastinakenblätter

Zubereitung:

  • Das Rohr auf 180 bis 200 Grad vorheizen
  • Aus Öl (oder Wasser), Gemüsesuppe, Salz und Pfeffer eine Marinade machen
  • Die Pastinaken-Stifte in der Marinade wenden
  • Die  Stifte auf dem Backblech verteilen
  • Sie sollen nicht übereinanderliegen
  • Zwanzig bis dreißig Minuten knusprig backen
  • Mit Petersil- oder Pastinakenblättern und Ketchup garnieren

 

Sehnsucht

Doch warum sind alte Sorten wie diese wieder in Mode gekommen? „Vielleicht“, sagt der Biobauer, „vielleicht ist es die Sehnsucht nach der Vielfalt.“ In den vergangenen Jahrzehnten gab es eine Verarmung der Sorten weltweit. Bei Getreide, Gemüse und Obst. Jetzt will man wohl mehr Abwechslung. Dazu kommt ein Trend zum Selberkochen und auch zum Garteln. Wer sich selbst als Pastinaken-Anbauer versuchen will, braucht nicht viel mehr als Geduld. Denn die Samen keimen langsam; grundsätzlich aber hat die Pastinake keine besonderen Pflegeansprüche. Der Boden sollte vor der Aussaat gut aufgelockert werden.

Die Wurzel kann im Winter unter der Erde gelassen und bei Bedarf geerntet werden. Da gibt es nur ein Problem: Wühlmäuse finden dieses Gemüse köstlich. Sie knabbern die Pastinaken mit Leidenschaft an. Deswegen ist die Ernte sinnvoll, die richtige Lagerung sehr wichtig.

Auch Menschen können Pastinaken roh essen. Es gibt nur eine (ungefährliche) Verwechslungsmöglichkeit: Nämlich mit der Petersilwurzel. Während der Blattansatz bei der Pastinake eingesunken ist, wölbt sich dieser bei der Petersilienwurzel wie ein kleiner Berg nach oben.

Ein wenig schief gewachsen und ein schönes gelbliches Weiß. Die Pastinake ist auf den zweiten Blick so attraktiv wie wohlschmeckend.

Guten Appetit.

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