© Timo Lutz Werbefotografie

freizeit Essen & Trinken
02/15/2021

Nur fünf Prozent der Supermarkt-Kaffeesorten bio und fair

Mehr als die Hälfte der Produkte wird laut einem Greenpeace-Bericht in umweltschädlichen Kapseln, Tabs und Pads verpackt.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die Kaffee-Produkte der Supermärkte unter die Lupe genommen und ein ernüchterndes Urteil gefällt. Von den 270 verschiedenen Artikeln in den Regalen der größten Handelsketten sei das Angebot an fairem Bio-Kaffee ohne unnötige Verpackung verschwindend gering.

"Empfehlenswerte Bio-Produkte, die fair produziert sind und ohne Kapseln, Pads und Tabs auskommen, muss man mit der Lupe suchen“, sagt Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich. Im Schnitt sind nur fünf Prozent des Kaffees laut Greenpeace empfehlenswert: Das ist Bio-Kaffee mit Fairtrade-Zertifizierung, der nicht einzeln verpackt ist. Angeboten wird er meist unter der Eigenmarke der Supermärkte oder von der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit „EZA“.

Verpackung zerstört Regenwälder

Mehr als die Hälfte des Kaffees wird in umweltschädlichen Kapseln, Tabs und Pads verpackt, Tendenz leicht steigend. Gerade Kapseln aus Aluminium sieht Greenpeace kritisch, da die Herstellung viel Energie und Rohstoffe sowie große Mengen an Natronlauge benötigt. Zurück bleiben giftige Abfallprodukte und zerstörte Regenwälder wie etwa in Brasilien. "Das steht in keinem Verhältnis zur Verwendung als Wegwerf-Verpackung", heißt es in dem Bericht.

Der Heißhunger auf Kaffee nimmt indes weltweit zu: Die Produktionsmengen müssten bis zum Jahr 2050 verdreifacht werden, um die prognostizierte Nachfrage zu erfüllen, heißt es. Bio-Kaffee, der auch fair hergestellt wird, trage dazu bei, Regenwaldzerstörung und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen möglichst zu vermeiden. “Kaffee ist ein wertvolles Gut. Die zerstörerischen Produktionsbedingungen, die aktuell dominieren, müssen gestoppt werden. Dafür braucht es strenge Gesetze die Regenwaldrodung und Menschenrechtsverletzungen beenden", so Panhuber.

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