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freizeit Essen & Trinken
03/08/2021

Nur 2 von 20 Babygläschen laut Öko-Test empfehlenswert

Der Großteil der Gemüsebreie schneidet im Öko-Test mittelmäßig ab - vor allem ein Stoff macht Sorgen.

Nach etwa vier bis sieben Monaten brauchen Babys mehr als Mutter- oder Fläschchenmilch. Von da an stehen Gemüsebreie mit auf dem Speiseplan der Babys. Im Öko-Test wurden jetzt zwanzig Babybreie aus Gemüse untersucht, das Ergebnis war eher ernüchternd: Lediglich zwei der getesteten Gemüsebreie bewerteten die Tester mit "gut". Der Großteil der Babygläschen schneidet nur mittelmäßig ab. Und für zwei Produkte lautet das Gesamturteil gar "ungenügend".

Als "gut" wurden die beiden Alnatura-Produkte "Gemüse mit Süßkartoffeln, Demeter" und "Pastinaken mit Zucchini und Blumenkohl, Demeter" ausgezeichnet. Neun Produkte erhielten die Marke "befriedigend", wie zum Beispiel "Alete Buntes Buttergemüse", "Alnatura Brokkoli mit Kartoffeln, Demeter" oder "Babydream Gemüse Allerlei". Insgesamt sieben Produkte wurden hinsichtlich ihrer Qualität als "ausreichend" eingestuft, darunter zum Beispiel die Hipp-Sorten "Gemüse Risotto", "Kürbis mit Kartoffeln" oder "Pastinaken mit Kartoffeln". Durchgefallen sind die Gemüsebreie "Babydream Rahm-Spinat in Kartoffelgemüse" und "Holle Kartoffeln, Kürbis & Zucchini, Demeter". 

Furan in allen 20 Produkten

Erschreckend: In allen zwanzig Gläschen fand man im Labortest den Stoff Furan. Furan bildet sich beim Erhitzen von Lebensmitteln in geschlossenen Behältnissen wie eben bei der Sterilisation von Babygläschen. Der Stoff wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als möglicherweise krebserregend eingestuft. 

Grenzwerte oder sichere tolerierbare Aufnahmemengen für den Stoff haben die Behörden bisher nicht festlegen können, weil sie schlicht noch zu wenig wissen. Untersuchungsämter orientieren sich deshalb an den niedrigsten Werten, bei denen im Tierversuch erste Schäden aufgetreten sind, heißt es in der Untersuchung. 

Die Mengen an Furan, die in den überprüften Gemüsebreien für Babys stecken, seien gering und im Produktionsprozess derzeit noch nicht vermeidbar – dennoch hießt es in der Öko-Test-Bewertung: "Die Industrie sollte sich bemühen, den Stoff in den Gläschen weiter zu minimieren."

Neben Furan gab es auch Auffälligkeiten bezüglich des Nitratgehalts in einigen Gläschen oder Cadmium, das giftig ist. 

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