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freizeit Essen & Trinken
02/20/2020

Hilfe, kein Strom: Was kochen bei einem Blackout?

Eine deutsche Behörde ruft Bürger dazu auf, Rezepte für lang haltbare Lebensmittel einzureichen.

von Anita Kattinger

Konservendosen, eingelegtes Gemüse, Mineralwasser, Kondensmilch und natürlich Baby-Gläschen für ganz Kleine: Kinder der 70er und 80er können sich noch an die Hamstervorräte in Zeiten des Kalten Krieges erinnern. Was kochen, wenn der Strom längerfristig und flächendeckend ausfällt und die öffentliche Ordnung zusammenbricht?

Das deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe will Rezepte für lang haltbare Lebensmittel sammeln und bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Die Zutaten sollte jeder als Notvorrat zu Hause haben, rät die Behörde.

Der Wettbewerb läuft bis Ende Mai, die kreativsten Rezepte möchte die Behörde in einem "Notfallkochbuch" abdrucken.

Wie ein solches Rezept aussehen könnte? Die Experten nennen Mandelcouscous als Bespiel: Man schneidet dafür Marillen und Maroni aus der Dose, gießt eingelegte Paprika und Mais ab, zerkleinert sie und wirft den Campingkocher an. Dann röstet man Mandelkerne, hackt Zwiebel und schwitzt alles in der Pfanne an. Couscous, Gemüsesuppenpulver und Wasser aus der Flasche - mangels elektrischer Pumpleistung kommt ja keins mehr aus dem Hahn - aufkochen und alles vermischen.

Katastrophenschutz-Experte Peter Winter erzählt in einem Video, warum er sich eine kleine Campingküche zugelegt hat:

Nun ja, mit Campingküche ist das Kochen nicht allzu schwer. Aus diesem Grund dürfen nur Rezepte eingereicht werden, die ohne elektrische Haushaltsgeräte funktionieren. Erlaubt sind ausschließlich Lebensmittel und Hilfsmittel, die laut einer Empfehlung der Bundesregierung ohnehin jeder ständig als Notvorrat für mindestens zehn Tage zu Hause haben sollte.

Checkliste: Was immer zu Hause sein sollte

Diese Empfehlung stammt aus den Fünfzigerjahren und gilt immer noch, nur ist sie leider inzwischen ziemlich in Vergessenheit geraten. Die Menschen auf diesen Notvorrat hinzuweisen, ist Sinn der Aktion.

Was auf der Checkliste für Katastrophenfälle steht? 20 Liter Getränke pro Person, vier Kilogramm Gemüse und Hülsenfrüchte im Glas oder in Dosen. Eine Hausapotheke, Hygieneartikel samt Campingklo, Utensilien zur Brandbekämpfung, Kerzen, Taschenlampe und Brennstoffe, außerdem ein Radio mit Kurbelantrieb, behelfsmäßige Schutzkleidung, Material zur Wundversorgung, Schutzmaske, Gummistiefel und derbes Schuhwerk.

Hier finden Sie alles zu den Teilnahmebedingungen: www.bbk.bund.de

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