Auf "National Geographic" läft seit Ende Jänner Bear Grylls’ (li.) neue Survival-Doku mit Stars, hier im Bild mit Channing Tatum.

© National Geographic

freizeit Reise
02/05/2020

Survival-Trainer: "Der Kopf und der Magen entscheiden"

Nach Fall eines Tiroles im kanadischen Yukon-Gebiet: Erfahrene Survival-Trainer erklären, was es braucht, um in der Wildnis zu überleben.

von Stefan Hofer

Die Begeisterung für Abenteuer in unberührter Natur ist groß, zeigte im Jänner auch wieder die Ferien-Messe Wien. Die Vorbilder für Outdoor-Begeisterte reichen von fiktiven Figuren wie Robinson Crusoe bis zu heutigen TV-Stars wie Bear Grylls. Auch Jon Krakauers Alaska-Drama "Into the Wild" als Buch und Film prägte eine Generation.

Derzeit fasziniert der Fall eines jungen Tirolers, die sich für 139 Tage im kanadischen Yukon aussetzen ließ und unter Extrembedingungen überlebte. Hier zu lesen:

Der österreichische Survival-Trainer Reini Rossmann hebt im KURIER-Gespräch psychische Aspekte hervor. "Du bist isoliert, hast zu wenig Nahrung. Du reflektierst, die Ansprache fehlt. Da hilft die beste Ausrüstung wenig." Frühjahr sei die unangenehmste Zeit im Yukon, "grauslich". Denn Wald sei eigentlich "tote Zone". Herbst sei besser, um im Wald an Essbares zu kommen.

Zwei Philosophien sieht Rossmann bei den Stars der Szene: Der nordirische Elitesoldat Bear Grylls (TV-Serie „Ausgesetzt in der Wildnis“) setze auf Willen und Stärke, um Outdoor zu überleben. "Cool, aber Show". Das Credo des Briten Ray Mears: "Wenn ich weiß, wie die Natur funktioniert, kann ich mit ihr fließen. Mit tiefem Wissen komme ich durch."

Survival Days in Österreich

Grundtechniken lernen wie Feuermachen und Unterkunftbauen gibt’s bei ueberlebenskunst.at um 99 Euro, ein Wochenende kostet 250 Euro. 80 Prozent der Kunden sind Männer. Für Firmen und Kinder gibt es spezielle Kurse. "Manche möchten Extremsituationen erleben, andere Ausrüstung ausprobieren, etwa für eine Weltreise." Essenziell: funktionierende Kommunikation und Rettungsdecke. Hungern könne man ein paar Tage, Wärmeerhalt habe aber oberste Priorität.

"Dem inneren Kompass vertrauen"

Martin Mollay bietet seit 20 Jahren "Krisensurvival" und neuerdings Intuitionstraining an. Er hat gelernt, dem "inneren Kompass" zu vertrauen. "Innere Haltung zählt mehr als übermäßiges Wissen."

Im Westen sorgt die Überlebensschule Tirol für Know-how.

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