© Kurier/Jeff Mangione

freizeit Essen & Trinken
03/29/2021

Ein rosa Schokohase ist heuer besonders gefragt

Die österreichische Confiserie Heindl stellt Osterpralinen und Schokofiguren noch selbst her.

von Anita Kattinger, Jeff Mangione

Der Duft von gerösteten Haselnüssen und Waffeln liegt in der Luft. Die Frauen packen eifrig kleine Eier gefüllt mit Eierlikör, Rum, Nusskrokant, Champagner oder Melange in buntes Stanniolpapier. In den Greifarmen der Maschine trocknet langsam Schicht für Schicht die warme Schokolade der kleinen, sitzenden Osterhasen.

Währenddessen werden auf den Fließbändern die Schokoeier gerüttelt, damit sich die Schokolade gut verteilt, bevor die Eier gekühlt werden. Nach 20 Minuten sind die Schokohasen bereit, verpackt zu werden. Bei den Ostereiern dauert der Vorgang noch kürzer.

"Neu ist unser rosa Ruby-Schoko-Osterhase, den wir eigentlich kurz vor dem ersten Lockdown eingeführt haben. Vergangenes Jahr haben wir 23 Paletten Osterware an den Samariterbund verschenkt, der die Schokolade an Einsatzkräfte und Spitäler verteilt hat. Die heimischen Supermärkte haben uns sehr unterstützt und mehr Produkte abgenommen", erzählt Barbara Heindl.

Vierter Schoko-Typ

Anders als 2020 ist der rosa Hase heuer fast ausverkauft. Neben weißer, dunkler und Milchschokolade handelt es sich um einen vollkommenen neuen Schokoladen-Typen: "Die Farbe wird aus den rosa Ruby-Kakaobohnen hergestellt und kommt ohne Zusatzstoffe zustande."

Das Patent hält der Schweizer Süßwarenkonzern Barry Callebaut, der die festen Schokoblöcke in die Wiener Manufaktur liefert. Ein Biss in die Ohren beweist: Die rosa Schokolade schmeckt ganz leicht fruchtig nach Beeren.

Seit den 1950ern produziert Familie Heindl am südlichen Wiener Stadtrand Pralinen und Schokolade-Hohlfiguren: Ihre Bekanntheit verdankt die Confiserie dem Bestseller Schokomaroni. Weil das Traditionsunternehmen die Schokolade nicht selbst verarbeitet, sondern nach eigenen Rezepturwünschen geliefert bekommt, gilt es als Pralinenerzeuger.

Möglichst viele Zutaten wie Inländerrum, Marmelade von Darbo oder Zucker von der Agrana werden aus Österreich zugekauft.

3,4 Tonnen Schokolade braucht die Familie allein für die Produktion der Osterhasen und Präsenteier im Jahr. 50.000 Hasen und 35.000 Eier rollen bis Mittwoch vor Ostern über die Fließbänder.

Es sind vor allem Frauen, die an den Maschinen stehen oder sitzen und mühevoll alles per Hand kontrollieren, einschichten und verpacken. Arbeitskosten, die sich für viele heimische Unternehmen heute nicht mehr rechnen.

Bleibt noch die Frage, was die Österreicher am liebsten zu Ostern verschenken? "Schokomaronis, die übrigens vegan sind."

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