© Marco Borggreve

freizeit
03/12/2021

Buchtipp der Woche: Constantin Trinks über „Hiob“ von Joseph Roth

Der Dirigent über ein Buch mit archaischer Sprachgewalt, bei dem er so manche Träne vergießt.

von Sabine Edelbacher

Kein Buch hat mich so erschüttert wie Joseph Roths Roman „Hiob“ (1930). In diesem schildert er die Geschichte des Toralehrers Mendel Singer, ausgehend vom Leben im russischen Schtetl und später im amerikanischen Exil. Dabei wird man von Roths geradezu archaischer Sprachgewalt gepackt und ordentlich durchgeschüttelt von den zahllosen Schicksalsschlägen, die Mendel zu erdulden hat – und von den Tränen, die man dabei vergießt. Ein Buch mit kathartischer Wirkung, in das ich mich immer wieder gerne versenke.

* Er dirigiert Prokofjews „Der feurige Engel“, Regie: Andrea Breth. Die Premiere am 17. März wird aus gg. Anlass aufgezeichnet, www.theater-wien.at
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