Fitmacher
08.03.2016

So wirkt Bewegung auf Körper und Seele

Von Herz bis Hirn: Wie Sie vom Sport profitieren.

Bewegung und Sport haben eine Vielzahl von positiven Auswirkungen auf den Organismus. Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Fakten - tatsächlich sind die gesundheitsfördernden Effekte aber noch wesentlich umfangreicher.

Und falls Sie noch nach einer Motivation für mehr Bewegung suchen: Regelmäßig pro Tag um zwei Stunden weniger zu sitzen und dafür zu stehen oder zu gehen reduziert den Body-Mass-Index (BMI) um elf Prozent und den Umfang der Taille um immerhin 7,5 Zentimeter.

Und das schlägt sich auch finanziell nieder: 712 Millionen Euro an Kosten für die Behandlung von Zivilisationskrankheiten konnten 2013 durch sportliche Aktivitäten vermieden werden.

Gehirn:
Fitte Ältere haben laut MedUni-Graz ein bis zu sieben Jahre "jüngeres" Gehirn im Vergleich zu nicht fitten Gleichaltrigen.

Herz:

Fitte Menschen leben länger. So ist ihr Risiko, nach einem Herzinfarkt innerhalb des ersten Jahres zu sterben, um 40 % niedriger.

Blutfette:

"Schädliches" LDL-Cholesterin und andere Blutfette sinken, das "gute" HDL-Cholesterin steigt. Geringeres Risiko für Arterienverkalkung, Herzinfarkt, Schlaganfall.

Muskeln:

Ab 40 nimmt die Muskelmasse jährlich um 1 % ab, bei Trainierten aber von viel höherem Niveau (Leistung bis 40 % über dem Durchschnitt).

Fettabbau:

Weniger Fett im Bauchraum produziert weniger entzündungsfördernde Stoffe, die das Risiko für Gefäßkrankheiten und Krebs erhöhen.

Psyche:

Regelmäßiges Ausdauertraining kann auch bei depressiven Menschen die Stimmung deutlich aufhellen, Stress und Angst abbauen.

Blutdruck:

Richtig dosiertes Training verringert ihn um ca. 5-10 mmHg, wobei sich das Ausmaß individuell sehr unterscheidet.

Lunge:

Durch regelmäßige Ausdauerbelastung werden die Atemmuskeln trainiert, die Kapazität der Lunge kann besser genutzt werden.

Zellalterung:

Aktive haben längere Telomere (Schutzkappen der Chromosomen, den Trägern der Erbsubstanz), was auf längere Lebenserwartung hindeutet.

Rückenschmerzen:

Körperliche Aktivität senkt das Risiko für Kreuzschmerzen um mehr als ein Drittel, jenes für diesbezügliche Krankenstände um 78 %.

Immunsystem:

Die Aktivität von Killerzellen und Fresszellen zur Bekämpfung von Viren, Tumorzellen und Bakterien steigt, mehr Abwehrstoffe (Antikörper) werden produziert.

Knochen:
Der Stoffwechsel in den Knochen wird angeregt: Bereits drei Mal wöchentlich eine halbe Stunde Bewegung oder Krafttraining erhöhen messbar die Knochendichte.

Krebs:

Vermindertes Risiko vor allem von Darm- und Brustkrebs. Mindestens jede fünfte Krebserkrankung steht im Zusammenhang mit Bewegungsmangel, Übergewicht und/oder falscher Ernährung.

Schlaf:

Ausreichend Bewegung kann Einschlaf- und Durchschlafstörungen verringern und die Schlafqualität insgesamt deutlich erhöhen.

Tägliches Bewegungsausmaß

Aber wie viel Bewegung wird pro Tag wirklich empfohlen? Sehen Sie nachstehend in der Infografik die Österreichischen Bewegungsempfehlungen:

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