Schul-Reform wurde beschlossen – Es kommen strengere Regeln für die Schule

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Der österreichische Bildungs-Minister will strengere Regeln für die Aufnahme an Volks-Schulen und Allgemein Höheren Schulen.

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Am 2. April 2018 stellte der österreichische Bildungs-Minister,
Heinz Faßmann seine Schul-Reform vor.
Mit einer Reform möchte man
bestimmte Dinge neu ordnen oder verbessern.
Faßmann sagte, dass es in manchen Schulen
zu Erneuerungen und moderner Umgestaltung kommen werde.
In dieser Schul-Reform geht es vor allem um 2 Punkte,
nämlich ab wann Kinder schulreif sind und um ein strengeres
Schul-System, das aber auch gerechter sein soll.
Schulreif ist ein Kind, wenn es zum Zeitpunkt der Einschulung
den körperlichen und geistigen Entwicklungs-Stand hat, der
als Voraussetzung für den Unterricht gilt.


In den folgenden Absätzen werden
die wichtigsten Punkte der Schul-Reform zusammengefasst:


Probleme bei Übergängen
von Kindergarten zu Schule und später zu NMS oder AHS

Für Bildungs-Minister Faßmann ist der Übergang
von Kindergarten zur Volks-Schule und
von der Volks-Schule in eine Neue Mittel-Schule, auch NMS genannt,
oder in eine Allgemein Höhere Schule, auch AHS genannt, problematisch.
Faßmann stellt fest, dass vor allem in Wien
sehr viele Kinder eine AHS besuchen.
Der Grund dafür ist, dass die NMS
in Städten einen schlechten Ruf haben.


Der Leistungs-Unterschied in der Volks-Schule
wird in Zukunft anders untersucht

In der 1. Klasse der Volks-Schule
sind die Leistungen der Kinder sehr verschieden.
Dieser Leistungs-Unterschied beträgt bis zu 2 Jahren.

Für Lehrer ist es oft nicht leicht zu entscheiden,
wie sie den Unterricht möglichst interessant gestalten können.
Bildungs-Minister Faßmann will auch den
„verbindlichen Katalog für Schulreife“ überarbeiten.
Er will, dass diese Anforderungen einheitlich sind
und in ganz Österreich gelten.
Kinder die noch nicht schulreif sind,
werden weiter in die Vor-Schule gehen müssen.
Dass die Kinder deutsch sprechen können,
ist für die Schulreife sehr wichtig.
In der Vor-Schule werden die Kinder
auf den Unterricht in der Volks-Schule vorbereitet.


Entscheidungshilfe nach der Volks-Schule
Bildungs-Minister Faßmann möchte am Ende der Volks-Schule
Test-Verfahren einführen, die für alle gleich sind.
Diese Test-Verfahren heißen „Talente-Checks“.
Faßmann möchte den Eltern helfen,
sich über mehrere Schul-Möglichkeiten,
nach der Volks-Schule, zu informieren.


Bisherige Noten-Bewertung wird abgeschafft
Die bisherige Noten-Bewertung unterschied
zwischen „grundlegender“ Bildung und „vertiefender“ Bildung.
Bei der vertiefenden Bildung gab es Noten von 1 bis 4.
Bei der grundlegenden Bildung gab es Noten von 3 bis 5.
Diese Noten-Bewertung möchte Bildungs-Minister Faßmann abschaffen.
Statt dieser Noten-Bewertung soll es in Zukunft die Beurteilungs-Arten
NMS-Standart und AHS-Standart geben.


Leistungs-Gruppen werden wieder eingeführt
Bildungs-Minister Faßmann möchte ab der 7. Klasse
AHS Schüler nach ihren Leistungen in Gruppen einteilen.
Dies soll aber nur in den Haupt-Fächern Deutsch,
Mathematik und Englisch so sein und auch nur in kleineren Gruppen.


Keine Reform bei der AHS
Die AHS ist von der Schul-Reform von Bildungs-Minister Faßmann
bisher noch nicht betroffen.


Mehr Selbstständigkeit für Schulen vorerst nicht geplant
Mehr Selbständigkeit für die Schulen ist im Moment
nicht vorgesehen.


Mehr Stunden für Lehrer von Schulen mit schwächeren Schülern
Der bisherige Sozial-Index soll in Zukunft Chancen-Index heißen.
Der Sozial-Index beschreibt die
unterschiedlichen Rahmen-Bedingungen an österreichischen Schulen.
Das bedeutet,
wenn an einer Schule viele Kinder schlecht deutsch sprechen
oder ihre Eltern keinen guten Schulabschluss haben,
bekommt die Schule mehr Geld für zusätzliche Unterrichtsstunden.


NMS soll interessanter gemacht werden
Es wurde festgestellt, dass im Moment viele NMS
in Klein-Städten und am Land  viel besser abschneiden als AHS.


Lehrpläne werden erneuert
Die Lehr-Pläne in österreichischen Schulen
sind nicht mehr aktuell, viele sind schon über 10 Jahre alt.
Die Lehr-Pläne sollen in Zukunft regelmäßig erneuert werden.
Es sollen auch neue Lehr-Inhalte möglich sein, zum Beispiel
dass im Unterricht Computer eingesetzt werden oder
die Schüler ihre Handys im Unterricht verwenden können.

( kurier.at , ll ) Erstellt am 07.05.2018