Einfache Sprache
11.05.2018

Depressionen betreffen auch Männer

Viele Männer sprechen nicht gerne über ihre psychische Erkrankung. Es ist Zeit, dass sich das ändert.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Manche Menschen haben eine psychische Erkrankung.
Eine psychische Erkrankung kann eine Störung
im Wahrnehmen, im Denken, Fühlen
oder auch im Verhalten von Menschen sein.

Die am meisten verbreitete psychische Erkrankung
ist die „Depression“.
Depression bedeutet, schlechte und traurige Stimmung.
Menschen mit Depression
sind sehr häufig traurig und müde.
Sie haben keinen Spaß im Leben.
Und sie gehen nicht gern mit Freunden weg.
Menschen mit besonders schlimmen Depressionen
wollen sich sogar selbst umbringen.

Weltweit leiden ungefähr 450 Millionen Menschen
an psychischen Erkrankungen.
Die Weltgesundheits-Organisation, „WHO“ sagt,
dass weltweit etwa 300 Millionen Menschen
unter Depressionen leiden.
Obwohl es viele Hilfsangebote gibt, werden diese
von vielen Menschen nicht angenommen.

Weltweit leiden mehr Frauen unter Depressionen, als Männer.
Das könnte aber daran liegen, dass viele Männer
gar nicht sagen, dass sie Depressionen haben.
Sie schämen sich und gehen deswegen
nicht zum Arzt oder zum Psychologen.
Ein Psychologe erforscht das Verhalten von Menschen.

Außerdem empfinden viele Männer,

dass es ihre Aufgabe ist, stark zu sein
und sie wollen nicht als krank und schwach gesehen werden.
Weil Männer mit psychischen Erkrankungen oft nicht zum Arzt gehen,
bleiben psychische Erkrankungen bei ihnen oft unentdeckt.

Der britische Verein „Time to Change“ setzt sich gegen die
Diskriminierung von psychisch kranken Menschen ein.
Diskriminierung ist, wenn man bestimmte Menschen
ausschließt, weil sie zum Beispiel eine andere Religion,
eine Krankheit oder eine andere Hautfarbe haben.
„Time to Change“ heißt auf Deutsch,
Zeit etwas zu ändern.

Der Verein „Time to Change“ hat
eine Aktion für Männer mit psychischer Erkrankung gestartet.
Bei dieser Aktion geht es darum, dass betroffene Männer
dazu ermutigt werden sollen, mit Freunden
über ihre psychischen Erkrankungen zu sprechen.
Bei der Aktion gibt es Bier-Untersetzer von der Organisation
Time to Change, auf denen Ratschläge für Männer
im Umgang mit Depressionen stehen.
Die Aktion wurde im Jahr 2017 gestartet
und soll 5 Jahre lang geführt werden.

Die Leiterin von dieser Aktion, Jo Loughran sagt,
dass sie wissen, dass viele Männer ihre
psychische Gesundheit nicht wichtig finden.
Sie sagt auch, dass bei Männern
unter 45 Jahren, Selbstmord der Haupt-Todesgrund ist.

Der Brite Adam O´Malley hat die Bier-Untersetzer
von der Organisation Time to Change bemerkt.
Er hat auf der Internetseite Instagram
darüber berichtet und hat auch ein Foto
von den Untersetzern dazu hochgeladen.
O´Malley hat dazu geschrieben, dass diese
Bier-Untersetzer wirklich notwendig sind.
Immerhin sterben auch viele Männer an
psychischen Erkrankungen und deswegen
wird es Zeit, darüber zu sprechen.

Wer Hilfe braucht, kann die Telefonseelsorge
mit 142 und Rat auf Draht mit 147 anrufen.
Es gibt auch Hilfe auf der Internetseite

http://www.kriseninterventionszentrum.at/