Einfache Sprache
04.07.2018

200. Geburtstag vom Arzt Ignaz Semmelweis

Am 1. Juli 1818 wurde Ignaz Semmelweis in Ungarn geboren. Durch sein Wissen werden heute noch Millionen Menschenleben gerettet.

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Vor fast genau 200 Jahren,
am 1. Juli 1818, wurde Ignaz Semmelweis
in der Stadt Buda in Ungarn geboren.
Semmelweis wurde später Facharzt in Österreich.
Er hatte die Idee, dass Ärzte
vor dem Kontakt mit Patienten
ihre Hände desinfizieren sollen.
Desinfizieren heißt keimfrei machen.
Für seine Idee wurde er damals
verspottet und für verrückt erklärt.
Bis heute werden dadurch
aber Millionen Menschenleben gerettet.

Die schlechte Luft der Großstadt
oder ein Milchstau in der Brust
galten lange als Ursache
für den Tod vieler Mütter nach der Geburt.
Ignaz Semmelweis versuchte, den Menschen klarzumachen,
dass das nicht der Grund für den Tod der Mütter war.
Semmelweis fand heraus, dass auf Stationen,
wo die Geburten von Ärzten durchgeführt wurden,
viel mehr Frauen gestorben sind.

Die Ärzte hatten vorher oft Leichen untersucht
und sich danach nicht ordentlich
die Hände gereinigt, sagte Semmelweis.
Er hatte deshalb die Idee,
dass die Ärzte sich die Hände waschen
und Desinfektions-Mittel verwenden sollen.
Damals wusste man noch nichts von Keimen
oder Bakterien, die für Menschen gefährlich sind.
Deswegen hielten ihn seine Kollegen für verrückt,
machten sich über ihn lustig oder hassten ihn sogar.

Im Jahr 1847 konnte Semmelweis seine Idee im
Wiener Allgemeinen Krankenhaus erstmals erfolgreich umsetzen.
Davor haben sich die Ärzte nach einer Operation
teilweise nicht einmal die Hände gewaschen.
Der Widerstand gegen die Umsetzung seiner Idee
wurde immer größer, obwohl er gute Gründe dafür hatte.
Bernhard Küenberg ist der Gründer vom Semmelweis-Verein.
Küenburg sagt, dass die Ärzte mit ihren helfenden Händen,
den Tod brachten, haben viele Leute nicht glauben wollen.
Die Idee von Ignaz Semmelweis rettet im Jahr
5 bis 8 Millionen Menschen das Leben.