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Coronavirus
07/24/2021

In diesen Ländern gilt bereits eine Impfpflicht

In etlichen EU-Mitgliedsstaaten ist eine zweifache Corona-Schutzimpfung für bestimmte Berufsgruppen bereits verpflichtend. Ein Überblick.

Nicht nur in Österreich wird heiß über eine verpflichtende Schutzimpfung für bestimmte Berufsgruppen diskutiert, ähnliche Debatten stehen gerade in etlichen Ländern der Welt auf der politischen Tagesordnung. Dabei lassen sich bestimmte Trends erkennen: Aufgrund der hohen Zahl an Clustern in Institutionen des Gesundheitswesens wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen steht vielerorts eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal im Raum. Aber auch wenn es um den Zutritt zur Nachtgastronomie oder zu Großveranstaltungen geht, wird immer wieder ein verpflichtender Impfnachweis gefordert.

Während sich die deutsche Bundesregierung mit ihrer klaren Haltung gegen eine Impfpflicht als Ausnahme präsentiert, gibt es einige Staaten, die bereits eine solche für bestimmte Berufsgruppen eingeführt oder angekündigt haben. Ein kurzer Überblick:

Italien

Als erster EU-Staat hat Italien im April eine Impfpflicht für medizinisches Gesundheitspersonal eingeführt. Über eine solche für Lehrer wird aktuell heftig öffentlich diskutiert. Während sich die Rechtspopulisten der Parteien Lega Nord und Fratelli d'Italia dagegen aussprechen, bezeichnete Premierminister Mario Draghi deren Kritik als einen "Aufruf zum Sterben".

Zwar keine Impfpflicht, aber ein Mitführen des "Grünen Passes" wird dagegen ab August für den Zutritt zu Restaurants und Bars, Kinos, Museen, Konzerten, Theatern oder für Großevents mit mehreren hunderten bis Tausenden Gästen notwendig.

Frankreich

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat zuletzt angekündigt, dass sich alle, die im Gesundheitswesen sowie in der Pflege tätig sind, impfen lassen müssen. Weil die Bereitschaft zur Impfung bei den betroffenen 1,5 Millionen Franzosen laut Umfragen nur bei etwa 55 Prozent liegen soll, soll die Impfpflicht dann ab dem 15. September von den Behörden stichprobenartig kontrolliert werden - wer sich weiter weigert, soll kein Gehalt mehr beziehen und vorläufig suspendiert werden können.

Großbritannien

Eine verpflichtende Impfung für Pflegekräfte in englischen Altersheimen ist bereits vom Parlament beschlossen worden. Ab Oktober soll sie in Kraft treten, dann muss sämtliches Pflegepersonal zwei Impfungen vorweisen. Wer sich weigert, dem soll vom Arbeitgeber eine alternative Stelle angeboten werden. In Schottland, Wales und Nordirland gibt es aktuell noch keine Pläne für die Einführung einer entsprechenden Impfpflicht. Gesundheitspolitik wird im Königreich Großbritannien und Nordirland von den jeweiligen Regionen autonom betrieben.

Allerdings sollen Nachtclubs und Großveranstaltungen ab September nur noch mit einem Nachweis von zwei Impfungen besucht werden dürfen.

Ungarn

Auch wenn sich Ministerpräsident Viktor Orbán - natürlich - gegen einen "Impfzwang" ausspricht, wie er regelmäßig betont, hat die Regierung auch in unserem Nachbarland bereits eine Impfpflicht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens angekündigt. Wann die in Kraft treten soll, steht aber noch nicht fest.

Griechenland

Die Regierung in Athen hat bereits am 12. Juli eine Impfpflicht für Pflegepersonal in Kraft gesetzt, ab September soll diese dann für alle im Gesundheitswesen tätigen Mitarbeiter ausgeweitet werden. Zudem müssen sich auch Berufssoldaten sowie Angestellte des griechischen Militärs und der Berufsfeuerwehr impfen lassen. Wer sich weigert, kann ohne Gehaltsfortzahlung entlassen werden.

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