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08/15/2020

Industrie: Die Wettbewerbsfähigkeit sichern

Um das Wiederhochfahren des Wirtschaftsstandortes Österreich zu ermöglichen braucht es geeignete Rahmenbedingungen

Österreichs Industrie ist der Motor der heimischen Wirtschaft. Die Industrieunternehmen erwirtschaften jährlich einen Produktionswert von rund 170 Milliarden Euro und tragen mit 45 Milliarden Euro zur österreichischen Bruttowertschöpfung bei. Mit 450.000 Mitarbeitern ist die Industrie ein maßgeblicher Faktor für Beschäftigung im Land.

Die WKÖ-Bundessparte Industrie vertritt mehr als 5.000 Betriebe in 16 Fachverbänden.

Stark exportorientiert

Österreichs Industrie ist stark exportorientiert, die Exportquote beträgt 66 Prozent. Die globale Krisensituation durch Covid-19 hatte und hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Exportwirtschaft, und damit auf die internationalen Geschäfte der heimischen Industrie. Deshalb sind staatliche Garantien für die Exportversicherungen für die nächsten Monate unentbehrlich. Für die Industrie ist Planungs- und Rechtssicherheit von allergrößter Bedeutung, weshalb geeignete Rahmenbedingen geschaffen werden müssen, um das Wiederhochfahren des heimischen Wirtschaftsstandortes zu ermöglichen.

So werden Maßnahmen, wie die degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA), zeitlich befristeter Verlustrücktrag, die Verlängerung von Abgabenstundungen, die Kurzarbeit sowie Zahlungserleichterungen von der WKÖ-Bundessparte Industrie begrüßt.

Investitionsprämie

Infolge der Krise ist die Investitionsneigung der österreichischen Unternehmen zurückhaltend. Deshalb hat die Bundesregierung die Einführung einer Covid-19 Investitionsprämie für Unternehmen beschlossen, um so einen Anreiz zu schaffen, in und nach der Krise zu investieren. So sollen Unternehmensstandorte und Betriebsstätten in Österreich gesichert sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen werden. Ziel ist auch die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich.

Das Förderungsprogramm richtet sich an alle Unternehmen, die Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen durchführen, unabhängig von deren Gründungsdatum, Größe und Branche.

Lehrlingsausbildung

Da exzellente Fachkräfte für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und den Aufschwung gerade in schwierigen Zeiten ein Schlüsselfaktor sind, setzt die Industrie auch weiterhin verstärkt auf die Ausbildung. Mehr als 1220 Betriebe bildeten im Jahr 2019 rund 16.500 Lehrlinge aus, ein Plus von 4,4 Prozent gegenüber des Vorjahres. Die Industrie ist damit der zweitgrößte Lehrlingsausbilder des Landes nach dem Gewerbe.

Die Schaffung von 339 neuen FH-Plätze mit MINT- und Digitalisierungsschwerpunkt für Studienanfänger hilft der Industrie, gut ausgebildete Fachkräfte zu bekommen. Sie unterstützt daher die Aktivitäten von Fachhochschulen, unter anderem finanziell. Auch Maßnahmen wie die „Digitale Schule“, wie sie im Masterplan „Digitalisierung in der Bildung“ von der Bundesregierung vorgestellt wurde, werden begrüßt. Denn die Basis für die Qualifikation der Mitarbeiter muss schon in jungen Jahren mit ausreichenden Grundkompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen gelegt werden.

 

„Die Industrieunternehmen brauchen Planungssicherheit”

Siegfried Menz, Obmann der WKÖ-Bundessparte Industrie, im Gespräch mit Marcel Schachinger von schauTV

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