Zahl der E-Scooter-Unfälle in Wien stark gestiegen

Zahl der E-Scooter-Unfälle in Wien stark gestiegen
Die Polizei stellt immer häufiger Unfälle und rechtswidriges Fahren fest, insbesondere unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern auf Wiens Straßen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Im ganzen vergangenen Jahr gab es insgesamt 70 derartige Unfälle, bei 65 davon wurden Personen verletzt. Heuer wurden bis einschließlich August bereits 113 Unfälle gezählt – allein 30 davon im August.

Die höhere Zahl der Unfälle erklärt die Polizei mit der steigenden Zahl der E-Scooter-Fahrer: So werden nicht nur Leihroller vermehrt genutzt, sondern auch immer mehr E-Scooter privat angeschafft.

Insgesamt gab es in diesem Jahr in Wien 1.056 Anzeigen nach einer Fahrt mit dem E-Scooter, davon 179 Fälle mit alkoholisierten Lenkern und 134 Fahrten unter Drogeneinfluss. Die Polizei führt regelmäßig Schwerpunktkontrollen durch, auch im Rahmen des Streifendienstes wird kontrolliert. „Die Benutzung der E-Scooter findet oft nicht rechtskonform statt“, sagt ein Sprecher. Geschwindigkeitsüberschreitungen sein kaum ein Thema, dafür erwische man oft mehr als eine Person auf einem Scooter.

In ganz Österreich gab es im Vorjahr übrigens rund 1.300 E-Scooter-Lenker, die im Spital behandelt werden mussten (siehe auch Grafik). Fast 80 Prozent davon sind Männer, in 75 Prozent der Fälle waren die Lenker selbst schuld am Unfall. Fast jeder vierte Unfall passierte auf der Fahrbahn, weniger als ein Drittel am Gehweg.

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