Chronik | Wien
23.03.2018

Wilhelminenspital: Übersiedlung der Hautabteilung verzögert sich

Eine Verlegung im Mai ist vom Tisch, da die Personalvertretung ihren Einspruch aufrecht erhält

Weiterhin hart umkämpft ist die Verlegung der dermatologischen Abteilung des Wilhelminenspitals ins Krankenhaus Hietzing. Am Donnerstag forderten ÖVP und Neos im Gemeinderat einen Runden Tisch zur Causa – jedoch ohne Erfolg: SPÖ und Grüne lehnten den Antrag ab.

Wie berichtet, gibt es massive Bedenken gegen das Vorhaben. Ärztevertreter und die Bezirks-FPÖ etwa befürchten Engpässe im Umkreis des Spitals. „Für die öffentliche Versorgung ist die Hautabteilung absolut notwendig“, sagt auch Neos-Geneinderat Stefan Gara. Zudem brauche jedes große Schwerpunkthaus eine derartige Abteilung. ÖVP-Mandatarin Ingrid Korosec kritisiert zudem die Verunsicherung der Mitarbeiter, die mit der Debatte einhergehe. „Es ist unglaublich, dass der Antrag abgelehnt wurde. Alles ist völlig planlos.“ Denn nach Protesten hatte der Krankenanstaltenverbund (KAV) zunächst in Aussicht gestellt, für bestehende Patienten eine Wundambulanz weiterzubetreiben.

Dass Rot-Grün gegen den Antrag gestimmt hat und den Dialog verweigert, ist skandalös“, sagt Heinrich Schneider, Personalvertreter im Wilhelminenspital. Der Einspruch der Personalvertretung gegen den mit der Übersiedelung verbundenen Dienstpostentransfer sei nach wie vor aufrecht. Aufgrund von Fristenläufen ist eine Übersiedlung im Mai – die der KAV zuletzt angekündigt hatte – damit vom Tisch.

Dass es überhaupt soweit kommt, zweifelt Gara an. An der Verlegung der Augenabteilung des Donauspitals sei auch lange festgehalten worden, sagt er. Und dann blieb sie doch in verkleinerter Form.