Wiener SPÖ ist im Streit "geeint“

Wiener SPÖ ist im Streit "geeint“
Landesgeschäftsführerin Barbara Novak gibt sich, trotz der Querelen bei den Roten, entspannt.

Zuerst die Donaustadt, danach Margareten – und dann die Innere Stadt. Die SPÖ hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt.

Dass es gerade jetzt zu Konflikten in mehreren Bezirken kommt, ist für die rote Landesgeschäftsführerin Barbara Novak keine Überraschung. „Das liegt daran, dass wir Anfang des Jahres immer unsere Bezirkskonferenzen haben und dort auch alle Beschlüsse stattfinden“, sagt sie. Also auch Neuwahlen für Funktionen oder Vorstände. Es liege „in der Natur der Sache“, dass dann auch „Konflikte aufbrechen“.

Zur Erinnerung: In der Donaustadt kommt es bei der Wahl zum Bezirksparteivorsitz zu einer Kampfabstimmung. Zur Wahl am 11. März treten zwei Kandidaten an: Josef Taucher und Muna Duzdar. Auf den Stimmzetteln für die rund 280 Delegierten steht allerdings nur eine Person – Josef Taucher. Dafür hatte sich das Wahlkomitee ausgesprochen.

In Margareten gab Bezirksvorsteherin Susanne Schaefer-Wiery bekannt, nach 22 Jahren aus der SPÖ auszutreten. Diese sei „rückwärtsgewandt“, erklärte sie. Dass es innerhalb der Margaretener Bezirkspartei gröbere Brösel gab, bekam wenig später auch Schaefer-Wierys potenzielle Nachfolgerin zu spüren: Nur 59 Prozent der Delegierten stimmten für Silva Jankovic.

Am Dienstag wurde bekannt, dass Mireille Ngosso stellvertretende Bezirkschefin der Inneren Stadt, nicht mehr als Spitzenkandidatin für den Bezirk gewünscht ist. Nur 46 Prozent der 126 Delegierten stimmten für sie.

„Fokussieren auf die Wahl“

Novak will den Ball flach halten: Konflikte gebe es ja nur in drei der 23 Bezirke. „Es gibt demokratische Abstimmungen und dann fokussieren wir uns auf den Wiener Wahlkampf“, sagt Novak.

Dass es nach den Querelen in der Donaustadt, in Margareten und in der Inneren Stadt auch zu Streitigkeiten in anderen Bezirken kommen könnte, glaubt Novak nicht. Konkret: Sie gehe nicht davon aus, „dass in mehreren Bezirken noch etwas ausbricht“. Die Wiener SPÖ sei geeint.

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