Chronik | Wien
09.02.2017

Wiener Fußballclubs unterstützen Vienna

Der Club ist nach Tod seines Sponsors in Geldnot.

Der First Vienna FC ist der älteste Fußballclub Wiens. Und finanziell ziemlich am Ende, wie der Falter vor Kurzem berichtete. Seit der langjährige Geldgeber des Fußballvereins, Martin Kristek, am 21. Jänner plötzlich verstorben ist, steckt der Klub in Geldnot. Die Spieler haben ihr Gehalt für Dezember noch nicht bekommen, das bestätigt auch Vienna-Geschäftsführer Gerhard Krisch.

Dass es Wiens ältesten Fußballclub bald nicht mehr geben könnte, hat nun die beiden großen Wiener Fußballvereine auf den Plan gerufen: Rapid stellte sich für ein Testspiel während der Länderspielpause zur Verfügung (ein Termin wird noch gesucht), die Austria bestritt schon Dienstagabend ein Testspiel auf der Hohen Warte – die Einnahmen gehen an die Vienna. Zusätzlich spendet die Austria jeweils einen Euro von jeder verkauften Tageskarte für das Derby am Sonntag (12. Februar, 16.30 Uhr, Happel-Stadion) an Vienna und Sportklub (der hat im Laufe der Jahre Schulden angehäuft), außerdem werden Spendenboxen aufgestellt und ein Unterstützungskonto eingerichtet.

Hilfe angeboten haben auch der FAC, der SV Horn, der ASK Schwadorf (der am Dienstag mit dem Nachwuchs in der Vienna-Kantine zugegen war) und der FC Stadlau: "Ich war positiv überrascht über die Welle der Hilfsbereitschaft", sagt Krisch. Er sei jetzt damit beschäftigt "ein nachhaltiges, wirtschaftliches Konzept zu erstellen und Transparenz zu schaffen."

Auf das Spendenkonto der Vienna (IBAN AT81 2011182439975502) gingen bisher 6837 Euro ein. (Stand 8. Februar).