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Chronik Wien
10/21/2019

Wien: "Rudolfstiftung sinkt auf das Niveau eines Kleinspitals"

Das Personal wehrt sich gegen die geplante Absiedlung von gleich mehreren Abteilungen. Auch Umbaupläne sind umstritten.

von Josef Gebhard

Weiter für Unruhe sorgen die Umstrukturierungspläne für Wiens Gemeindespitäler. Wie berichtet, wurden zuletzt Pläne für Neubauvorhaben um 2,7 Milliarden Euro bekannt. Im Zuge der Konzepterstellung wurde auch das Spitalskonzept 2030, das eine Neuordnung des Leistungsangebots der einzelnen Häuser vorsieht, von einem externen Berater völlig überarbeitet.

Besonders betroffen wäre davon die Rudolfstiftung, die gleich eine Reihe von Abteilungen an andere Häuser verlieren würde, vor allem an das SMZ Süd: Urologie, HNO, Gynäkologie und Geburtshilfe, Neurochirurgie, Plastische Chirurgie sowie die interventionelle Kardiologie. Von anderen Standorten würden lediglich die Dermatologie und die Augenheilkunde in die Rudolfstiftung wandern. Unterm Strich hätte das Spital dann nur mehr 400 Betten (derzeit 760) und nur mehr die Hälfte der jetzigen OP-Säle und Intensivbetten.