© Bundesgärten

Chronik Wien
07/25/2019

Vandalismus in der City: Thujen mit Graffiti besprüht

Pflanzen auf dem Maria-Theresien-Platz „sind zum Sterben verurteilt“, sagt Gottfried Kellner, Direktor der Bundesgärten.

von Katharina Salzer

Der Maria-Theresien-Platz in Wien zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum ist beliebt. Bei Touristen, bei Spaziergängern und bei Menschen, die in der Nacht gerne feiern. Jeden Tag im Sommer ab sechs Uhr in der Früh räumen die Gärtner die Scherben und Flaschen weg. Bei einer Begehung Ende vergangener Woche wurde auch noch ein ganz anderes Problem offensichtlich. Unbekannte hatten zwei 80 Jahre alte Thujen mit Graffiti beschmiert.

Und dafür hatten sie tief in den Farbtopf gegriffen: „Die Bäume sind zum Sterben verurteilt“, sagt Gottfried Kellner, Direktor der Österreichischen Bundesgärten. Sie betreuen diese Fläche in der Innenstadt.

3.000 Euro kostet eine Pflanze in dieser Größe. Doch es seien nicht diese Kosten alleine. Für das Gesamtkonzept der Bepflanzung ist es problematisch.  „Der Schaden ist bei einem Kunstwerk nie einschätzbar“, erklärt Kellner

Für ein Alkoholverbot am Maria-Theresien-Platz ist Kellner dennoch nicht. „Eigentlich bin ich dafür, dass die  Menschen vernünftig sind.“

Im Jahr 1873 wurde die Aufstellung des Denkmals für Maria Theresia auf diesem Platz beschlossen und Karl Freiherr von Hasenauer legte die Pläne für die Platzgestaltung vor. 1884 wurden sie umgesetzt, die Planung zur Bepflanzung stammt aus der Hand des Schönbrunner Hofgarteninspektors Adolph Vetter.

Im August 1889 wurden das Naturhistorische und das Kunsthistorische Museum eröffnet, samt der dazwischenliegenden Grünfläche, dem Maria Theresien-Platz. Das Denkmal wurde von Karl Freiherr von Hasenauer geplant und von Kaspar von Zumbusch ausgeführt.

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