Chronik | Wien
22.01.2018

Toter Rekrut in Wien: Verdächtiger wurde enthaftet

Der 22-Jährige Schütze wurde freigelassen. Der Tatverdacht auf fahrlässige Tötung bleibt aufrecht.

Im Fall des 20-jährigen Rekruten, der am 9. Oktober 2017 in einer Wiener Kaserne erschossen wurde, wurde der 22-jährige Tatverdächtige enthaftet. Der Rekrut, der bisher Erinnerungslücken geltend gemacht hatte, wurde mangels dringenden Tatverdachtes in Richtung Mord freigelassen. Der Tatverdacht auf fahrlässige Tötung bleibt aufrecht.

Der zuständige Haftrichter ging demnach nur mehr vom Verdacht auf grob fahrlässige Tötung aus und hielt nach über dreimonatiger U-Haft eine weitere Inhaftierung des bisher unbescholtenen 22-Jährigen für nicht angemessen. An die Enthaftung wurden zwei Auflagen geknüpft. Der junge Mann verpflichtete sich, keine berufliche Tätigkeit beim Bundesheer mehr auszuüben. Außerdem wurde ihm per Weisung der Umgang mit Schusswaffen untersagt.