Bis 15. November soll der Umbau der Herrengasse abgeschlossen sein.

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Wien
05/10/2016

Spatenstich: Die Herrengasse im Umbruch

Erstmals wird der Umbau einer Straße großteils von den Anrainern finanziert.

von Anna-Maria Bauer

"Drei, zwei, eins – los." Fast synchron schütteten Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne), City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP), Wolfgang Spitzy von der Initiative "Herrengasse+" und Peter Lux von der Stadtbaudirektion Dienstagvormittag die symbolische erste Schaufel Erde auf den Asphalt der Herrengasse.

Die Bauarbeiten für die neue Begegnungszone haben damit offiziell begonnen. Bis 15. November soll der Umbau abgeschlossen sein.

In den kommenden Monaten wird die Gasse zwischen Freyung und Michaelerplatz eine neue Oberfläche bekommen und auf ein einheitliches Niveau gebracht. Dazu kommen eine neue Straßenbeleuchtung, konsumfreie Aufenthaltsräume und ein Tempolimit von 20 km/h.

Sechs Millionen Euro

Das Besondere an dem Projekt: Finanziert werden die Arbeiten zum Großteil (5,5 Millionen Euro) von den Liegenschaftseigentümern der Herrengasse. Einzig für die 500.000 Euro teure Erneuerung der Wasserversorgung kommt die Stadt auf.

Vizebürgermeisterin Vassilakou sieht das Engagement der Anrainer als ein Zeichen dafür, dass das Konzept der Verkehrsberuhigung in Wien angekommen ist.

Vassilakou: "Die Stadt investiert Millionen in die Verbesserung der Stadt"

Dass hier finanzkräftige Anrainer den öffentlichen Raum (mit-)gestalten, hält sie nicht für problematisch – ganz im Gegenteil: "Die Stadt investiert Millionen in die Verbesserung der Stadt. Wenn Private zusätzlich einen Beitrag leisten, kommen wir schneller voran."

Es könnte durchaus sein, dass im ersten Bezirk andere Privatpersonen dem Beispiel der Herrengasse folgen. Die Stadt selbst will in der kommenden Zeit den Fokus auf die Außenbezirke legen.

"Das Lob der Bevölkerung ist unsere Tafel"

Und welcher Vorteil ergibt sich für die Herrengassen-Initiative durch die Umgestaltung? Wird es eine Tafel geben, die die Großspender honoriert? "Keineswegs", meint Wolfgang Spitzy dazu: "Das Lob der Bevölkerung ist unsere Tafel." Durch die Umgestaltung erfährt die Gasse jedenfalls eine Aufwertung. Bereits jetzt steigt das Interesse von Unternehmern, sich hier anzusiedeln.
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