Schalko-Dreh verwandelte Otto-Wagner-Platz in ein Schlachtfeld

Vor der Nationalbank brach am Mittwoch das Chaos aus.
Für die TV-Produktion "Ich und die Anderen" wurde am Mittwoch der Platz vor der Nationalbank gesperrt.

Über die Straße verteilter Sperrmüll, ein auf dem Dach liegendes Auto neben einem brennenden Pkw direkt vor der Nationalbank, Rauchschwaden und ein wütender Mob, der mit Baseballschlägern durch die Straßen zieht. Die Anrainer rund um den Otto-Wagner-Platz am Alsergrund und zufällig vorbeikommende Passanten wähnten sich am Mittwoch im falschen Film.

Schalko-Dreh verwandelte Otto-Wagner-Platz in ein Schlachtfeld

Die Straße war mit Sperrmüll übersät.

Dabei ist es ein richtiger. Oder besser gesagt eine Serie, die gerade in Wien gedreht wird: "Ich und die Anderen" unter der Regie von David Schalko.

Wie im Krieg

Der Grund, warum die Bewohner des Grätzels beim Otto-Wagner-Platz schon vor Tagen per Aushang von der Produktionsfirma Superfilm gebeten worden waren, in unmittelbarer Nähe des Drehbereichs Fenster und Türen geschlossen zu halten, war, falsche Feueralarme zu vermeiden. In der Szene, die am Mittwoch auf dem Programm stand, wurde nämlich ein Kriegszustand nachgestellt: Mit brennenden Autos und viel Kunstnebel.

Im Park vor der Nationalbank wurden dafür Dutzende Gasbehälter gelagert.

Schalko-Dreh verwandelte Otto-Wagner-Platz in ein Schlachtfeld

Gekämpft wurde auf dem Otto-Wagner-Platz auch.

Polizei und Feuerwehr überwachten den gesamten Dreh. Gegen 18 Uhr war die Show schließlich vorbei.

Was nicht zuletzt jene freute, die in der zuvor gesperrten Schwarzspanierstraße, in der Frankgasse, in der Haulerstraße sowie in der Rotenhausgasse nach Parkplätzen suchten.

Schalko-Dreh verwandelte Otto-Wagner-Platz in ein Schlachtfeld

Würstelstandbetreiber Zeljko Sargic ist stolz auf seine Käsekrainer.

Als Schalko-Fan outete sich hingegen Zeljko Sargic, der den Würstelstand bei der Nationalbank betreibt (und auch selbst Filmerfahrung sammelte als er samt Würstelstand in der TV-Produktion "Willkommen in Wien" mit Ursula Strauss und Wolfgang Böck zu sehen war).

Der Grund ist allerdings nicht sonderlich cineastisch: "Schalko hat bei mir eine Käsekrainer gegessen", erzählt Sargic stolz.

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