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Chronik Wien
10/31/2020

Rund 300 Teilnehmer und elf Anzeigen bei Corona-Demo in Wien

Es gab eine Kundgebung am Heldenplatz plus Straßenparty als Gegenveranstaltung.

von Roland Pittner

Samstagnachmittag hätten bis zu 15.000 Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen aufmarschieren sollen, wenn es nach den Veranstaltern gegangen wäre. Tatsächlich zum Heldenplatz gekommen waren dann aber lediglich 250 bis 300 Gegner der Corona-Maßnahmen, die ihren Unmut über  die Regeln rund um die Pandemie kundtaten.  Maskiert, in Schutzanzügen und mit Schildern kritisierten sie die Regeln. 

Ihnen gegenüber standen fast ebenso viele Polizisten, die für die Einhaltung jener Maßnahmen sorgen, gegen die die  Demonstranten aufbegehren. „Bisher ist alles sehr ruhig, wir haben mehrmals durchgesagt, dass  ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss und die Abstände einzuhalten sind“, sagte Polizeisprecher Marco Jammer im KURIER-Gespräch. Auch die Veranstalter hätten mehrmals darauf hingewiesen. Es habe  bis zu zehn  Anzeigen wegen Verstößen gegen das Covid-19 Maßnahmengesetz gegeben und zahlreiche Abmahnungen, heißt es von der Polizei. Schon auf dem Weg zur Demo wurden einige Gruppen kontrolliert und Präsenz gezeigt.   Gegen 17 Uhr löste sich die Ansammlung dann langsam auf.

Die Polizei verzeichnete bis zum Abend insgesamt elf Anzeigen. Die Demonstranten hätten sich – nach Kontrollen schon auf dem Weg und über Lautsprecher regelmäßig gemahnt – weitgehend an die Schutzbestimmungen, also Maske und Abstand, gehalten. Dieses „zufriedenstellende Ergebnis“ sei einerseits der Disziplin der Teilnehmer, andererseits aber auch der großen Polizeipräsenz zu danken, hieß es in einer Aussendung der Wiener Polizei

Gegenveranstaltung

Auch bei der „Gegenveranstaltung“ gegenüber des Heldenplatzes am Ring, sei nur wenig los gewesen, wie Jammer erklärt. Hier wurde eine Rave-Party angemeldet, um gegen die Corona-Gegner zu demonstrieren.   Am Nationalfeiertag waren bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in der Wiener Innenstadt zahlreiche Verstöße gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz registriert worden, die Versammlung war aber nicht aufgelöst worden. Polizei und die Wiener Gesundheitsbehörde (MA 15) schoben einander die Verantwortung zu. Die Polizei forderte sogar das Verbot der Demonstration.  Bei der   Demo am Samstag war auch ein Experte der MA15 im polizeilichen Einsatzstab dabei. Am Abend planten einige Teilnehmer noch   eine Lichterfahrt um den Ring und einen Marsch vom Heldenplatz zum Burgtheater und wieder zurück über den Ballhausplatz.

 Neben den bereits beschriebenen Versammlungen gibt es am Samstag weitere Demos: „Insgesamt gibt es 58 angezeigte Veranstaltungen in Wien, ein typischer Samstag“, resümierte der Polizeisprecher.

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