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Chronik Wien
07/22/2020

Restaurant "Das Anabol" eröffnet in Wiener Fitnessstudio

Ein Fitnessstudio in der Leopoldstadt serviert jetzt Bowls - auch für jene, die nicht trainieren.

Martina Lang schleppt Kiste für Kiste aus dem Lastwagen in die Küche. Paprika, Salat, Radieschen. Wenige Meter vom Herd entfernt hat auch ein junger Mann ordentlich zu stemmen: 150 Kilo – und zwar auf der Hantelbank.

Kulinarik und körperliche Ertüchtigung liegen hier so nahe beieinander wie an wohl keinem anderen Ort in Wien: Seit wenigen Wochen beheimatet das Fitnessstudio „Das Gym“ am Handelskai das hauseigene Restaurant „Das Anabol“.

„Man kann sich hier direkt von der Hantelbank an den Tisch setzen und wunderbares Essen genießen“, sagt Küchenchefin Martina Lang. Das Fitnessstudio befindet sich in einer riesigen ausgedienten Fabrikshalle. Auf zwei Ebenen sind Hanteln, ein Boxring und Dutzende Kraftsportgeräte aufgebaut. Im Erdgeschoß stehen zwei Holztische mit 14 Sitzplätzen: das ist das Restaurant.

"Training und Ernährung gehen Hand in Hand. Jedoch fehlt diese Kombination in fast allen Fitnessstudios. Dies wollen wir in unserem Gym ändern“, erklärt Mit-Inhaber Andreas Pürzel die Grundidee, das Restaurant ins Studio zu integrieren.

Geführt wird das Unternehmen "Intelligent Strength" von den Brüdern Andreas und Alexander Pürzel. 2016 wurde "Das Gym" eröffnet, das in der Fitnessszene als europäisches Mekka des Kraftsports gilt. Mit "Das Gym" und nun "Das Anabol"  wollen die Pürzel-Brüder das traditionelle Konzept eines Fitnessstudios revolutionieren.

Gewichte und Gerichte

Im „Das Gym“ gehen täglich 400 Trainierende ein und aus. Essen müssen sie alle – viele tun das jetzt gleich im Studio. Auf der Karte stehen unter anderem „Schmortopf vom Kalbszapfen“, „Cremiger Linseneintopf“ und Sportler-Speisen wie „Protein-Porridge“.

Dazu kommt das Herz des Anabols: drei verschiedene Bowls – die pro Tag aber nur für vier Stunden angeboten werden (die genauen Zeiten sind unter intelligentstrength.net/das-anabol abrufbar). Die Grundzutaten für jede Bowl – auf Deutsch Schüssel – sind Reis, saisonales Gemüse, Rotkraut, hausgemachte Saucen und wahlweise Rindfleisch, Hühnerfleisch oder marinierte Sojastücke.

Zugänglich ist das Restaurant nicht nur für Mitglieder, sondern für jedermann. Denn den Inhabern ist es wichtig, das Lokal auch für Menschen zu öffnen, die mit Kraftsport an sich nicht viel am Hut haben. „Wer gut essen will, kommt zu uns. Wer trainieren will, kommt zu uns. Und vielleicht können wir beim einen oder anderen Restaurantbesucher die Neugierde fürs Training wecken“, sagt Andreas Pürzel.

Kein Schweißgeruch

Das ist wohl mit ein Grund für die räumliche Nähe von Ess- und Trainingsbereich. Und die macht sich auch olfaktorisch bemerkbar: Wird in der Küche Eierspeise mit Speck zubereitet, dann riecht man das auch auf der Hantelbank. Umgekehrt ist an den Tischen glücklicherweise aber kein Schweißgeruch wahrnehmbar.

Gehörig ins Schwitzen kam früher auch Sous-Chef Maximilian Wiesner – an seinem Ex-Arbeitsplatz in einem Tiroler Restaurant. Im Anabol gehe es viel entspannter zu, sagt er. Zudem seien die Entfaltungsmöglichkeiten hier ungleich größer.

Die No-Bullshit-Philosophie

"Der Freiraum in der Küche spiegelt sich in den Speisen. Die Leute kommen zu uns essen, weil wir lieben, was wir machen", sagt die Küchenchefin. Mitarbeitern diese kreativen Rahmenbedingungen zu bieten, gehört bei Intelligent Strength zum Grundkonzept.

Eines der leitenden Prinzipien des Unternehmens ist die "No Bullshit-Philosophie". Man will Mitarbeitern und Kunden gegenüber ehrlich und transparent sein.

 

Adrian Zerlauth

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