© Kurier/Jeff Mangione

Chronik Wien
10/18/2020

Rechnungshof: Kritik am Wiener Sanatorium Hera

Im Rohbericht findet sich unter anderem Kritik an den Kosten pro Patient und Tag sowie an den Gehältern.

Der Rechnungshof übt laut einem Vorabbericht der Tageszeitung Die Presse (Sonntags-Ausgabe) Kritik am Wiener Sanatorium Hera. In einem RH-Rohbericht wird demnach der Krankenanstalt im Alsergrund, die von der Krankenfürsorgeanstalt (KFA) der Bediensteten der Stadt Wien betrieben wird, ein schlechtes Zeugnis in Sachen Kosten ausgestellt. Diese sollen vergleichsweise hoch sein.

So kostete laut Bericht 2017 im Sanatorium Hera ein Tag pro Patient 1.404 Euro. In Vergleichskrankenanstalten machten die entsprechenden Kosten 842 Euro aus, heißt es. Der Rechnungshof habe empfohlen, die Ursachen der Kostenabweichung zu hinterfragen, wird aus dem RH-Papier zitiert.

Gehälter überwiegend höher

Der Rechnungshof errechnete zudem die Jahresbezüge von vollbeschäftigten Personen, die 2019 eingetreten sind und stellte diese den Jahresbezügen im Gesundheitsverbund (ehemals Krankenanstaltenverbund KAV) gegenüber. Der Vergleich ergab demnach, dass die Gehälter für neu eintretendes ärztliches Personal, diplomiertes Pflegepersonal im Operationsbereich und Operationsassistenz im Sanatorium Hera überwiegend höher waren. Lediglich beim diplomierten Pflegepersonal lag man darunter.

Ärzte kosteten im Sanatorium laut dem Bericht pro Belegstag 206 Euro, der Pflegedienst 265 Euro. Diese Kosten lagen in bundesweiten Vergleichskrankenanstalten deutlich niedriger, nämlich bei 123 und 184 Euro, berichtet die Presse.

Kritik von ÖVP

„Die Kritik des Bundesrechnungshofes in einem Rohbericht an der Führung und der Effizienz des Sanatorium Hera steht stellvertretend für das Chaos im Wiener Gesundheitssystem - geprägt durch Ineffizienz und zu hohen Kosten. Und das klar zu Lasten der Wienerinnen und Wiener“, so Stadtrat Markus Wölbitsch (ÖVP) in einer ersten Reaktion auf den Bericht.

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