Öffis in Wien: Wo ist der kühlste Sitzplatz in U-Bahn und Bim?
Öffis in Wien: Wo ist der kühlste Sitzplatz in U-Bahn und Straßenbahn? Die Wiener Linien verraten, welche Plätze im Sommer am angenehmsten sind.
Am Montagnachmittag wurde in Wien ein neuer Temperaturrekord erreicht: Gegen 15.30 Uhr kletterte das Thermometer in Stammersdorf auf 40,1 Grad. Eine Abkühlung ist vorerst nicht in Sicht, vielmehr steuert die Hitzewelle auf ihren Höhepunkt zu. Für Dienstag und Mittwoch hat die GeoSphere Austria für Wien sowie weitere Regionen im Osten Österreichs die höchste Hitzewarnstufe Rot ausgegeben. Erwartet werden weiterhin extreme Temperaturen.
Eine Fahrt mit klimatisierten Öffis der Wiener Linien kann da eine willkommene Abkühlung sein. Doch selbst U-Bahnen und Straßenbahnen mit Klimaanlage kommen bei diesen Extremtemperaturen an ihre Grenzen. Warum ist es trotz Klimaanlage oft noch warm und gibt es trotzdem Sitzplätze oder Bereiche, in denen es deutlich kühler ist?
Warum ist es trotz Klimaanlage warm in den Öffis?
Im Sommer wird die Luft im Fahrzeug gekühlt und entfeuchtet. Ziel ist es, die Temperatur im Innenraum um etwa fünf Grad unter der Außentemperatur zu halten. Bei 35 Grad draußen wären also rund 30 Grad im Fahrzeug vorgesehen. Darum kann es trotz Klimaanlage mitunter noch sehr warm wirken. Fahrerinnen und Fahrer können die Temperatur im Fahrgastraum übrigens nicht manuell verändern.
Warum die Temperatur nicht stärker als fünf Grad abgesenkt wird, erklärt Wiener Linien-Fahrzeugtechniker Gerhart Siegl: „Fahrgäste verweilen relativ kurz, steigen aus und um. Von 36 Grad Außentemperatur in einen 20 Grad kühlen Zug zu steigen, wäre auch körperlich eine Belastung sowie energietechnisch problematisch und würde sehr viel Geld kosten.“
Eine Pressesprecherin erklärt gegenüber dem KURIER zudem, dass die Öffi-Klimaanlagen den Fahrgastraum spürbar entlasten sollen, ohne Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen extremen Temperatursprüngen auszusetzen. Daher muss ein Mittelweg gefunden werden.
Wie angenehm es im Fahrzeug ist, hängt außerdem von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen die Außentemperatur, ob die Fahrzeuge an der Oberfläche oder im Tunnel unterwegs sind, häufiges Öffnen der Türen, geöffnete Fenster sowie direkt einfallendes Sonnenlicht.
Wer bei Hitze möglichst angenehm unterwegs sein möchte, kann mit der Wahl des Sitzplatzes dennoch etwas bewirken. Je nach Fahrzeug gibt es gewisse Bereiche, die als angenehmer empfunden werden als andere.
Wo ist der kühlste Platz in den Öffis?
In U-Bahn und Straßenbahn gelten vor allem folgende Plätze als vergleichsweise kühl:
In der Mitte des Wagens: Von dort wird die gekühlte Luft der Klimaanlage in der Regel am gleichmäßigsten verteilt.
Nicht direkt bei den Türen: Hier merkt man die hereinströmende warme Außenluft besonders stark.
Auf der schattigen Fahrzeugseite: Dort heizt die Sonne den Innenraum meist weniger stark auf.
Nicht unbedingt am Fenster: Durch hereinfallendes Sonnenlicht kann es dann trotz Klimaanlage wärmer sein.
Dort, wo sich weniger Fahrgäste aufhalten: Wo Menschen dicht gedrängt stehen, wird die Wärme oft als intensiver wahrgenommen.
Wie erkennt man klimatisierte Öffis?
Nach Angaben der Wiener Linien sind bereits knapp 80 Prozent der Fahrzeuge klimatisiert. Die Busflotte sowie die gesamte U6 sind bereits vollständig mit Klimaanlagen ausgestattet. In der WienMobil-App werden klimatisierte Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen mit einer blauen Umrandung bei der Minutenanzeige gekennzeichnet. Außerdem erkennt man auf den Bahnsteigen bei der U-Bahn klimatisierte Züge an einem Unterstrich auf der Anzeige.
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