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Chronik Wien
01/22/2020

Nordbahnhalle zerstört: Ermittler vermuten Brandstiftung

Die Brandermittler fanden Spuren, die auf Brandstiftung hinweisen. Zeugen sahen außerdem Jugendliche flüchten.

von Birgit Seiser

Am 10. November hieß es Alarmstufe 3 bei der Wiener Berufsfeuerwehr. In der Leystraße in Wien-Landstraße stiegen beim Eintreffen der 100 Einsatzkräfte bereits dicke Rauchwolken in den Himmel, die in großen Teilen der Stadt zu sehen waren. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Nach einer Prüfung stand fest, dass die Halle abgerissen werden muss. Nun gab die Polizei bekannt, dass Brandermittler Spuren zur Ursache sichern konnten. So soll im Obergeschoss der Halle ein eingeschlagenes Fenster gefunden worden sein, vor dem eine Kiste als Einstiegshilfe gestanden hatte. Außerdem fand die Polizei mehrere Gegenstände, die auf Drogenkonsum in der Halle hinweisen. 

Möglicher Vandalenakt

Eine Zeugin sagte aus, dass sie zwei männliche Jugendliche während des Brandes wahrgenommen hätte, die von der Halle geflüchtete waren. Eine Fahndung auf Basis der Aussage der Zeugin blieb bis dato allerdings ohne Erfolg. Aus diesen Ermittlungsergebnissen zieht die Wiener Polizei nun folgende Schlüsse: Entweder wurde der Brand fahrlässig im Zuge des Hantierens mit Suchtmittel oder vorsätzlich als Vandalismusakt herbeigeführt. Nach den beiden Flüchtenden wird weiterhin gefahndet - heißt es in einer Aussendung der Polizei

 

Die Nordbahnhalle war schon vor dem Brand in hitzige Debatten gehüllt. Die Initiative IG Nordbahnhalle versuchte lange Zeit, die baufällige Halle vor dem Abriss zu bewahren. Im September 2019 wurde ein Teil des Gebäudes dann dennoch abgerissen. Danach wurde der Zugange eigentlich durch mehrere Sicherheitsvorkehrungen unmöglich gemacht, in der Halle gab es zum Zeit des Brandes auch keinen Strom oder Wasser. Die Initiative ging daher von Anfang an, von Brandstiftung aus. 

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