Chronik | Wien
11.03.2018

Messer-Attacken in Wien: Afghane in U-Haft

Gegen den Verdächtigen wird von der Staatsanwaltschaft wegen mehrfachen versuchten Mordes ermittelt.

Das Landesgericht für Strafsachen hat am Sonntag über den 23-jährigen Afghanen die U-Haft verhängt, der am vergangenen Mittwoch in Wien-Leopoldstadt vier Personen mit einem Messer attackiert und schwer verletzt hatte. Das teilte Gerichtssprecherin Christina Salzborn der APA mit.

Gegen den Verdächtigen wird von der Staatsanwaltschaft wegen mehrfachen versuchten Mordes ermittelt. Bei diesem Delikt greift grundsätzlich die bedingt-obligatorische U-Haft Platz. Der 23-Jährige war vor dem Journalrichter, der die U-Haft zu prüfen hatte, anwaltlich nicht vertreten. Auch im Hinblick darauf gab sich das Landesgericht bedeckt. "Informationen zu Angaben, die der Verdächtige vor dem Journalrichter gemacht hat, sind nicht möglich", sagte Salzborn.

Erst am Samstag hatte die Polizei bestätigt, dass der Mann bereits 2016 wegen Drogenhandels verurteilt worden. Der Afghane fasste damals drei Monate bedingte Haft aus.