Trotz Firmen-Pleite: Martin Ho will Wiener Lokal im März eröffnen
Szene-Gastronom Martin Ho hat nach Schließung seiner zahlreichen Lokale die nächste Pleite zu verbuchen: Über seine RHC Invest GmbH (ehemals DOTS Beteiligung GmbH) ist am Donnerstag auf Gläubigerantrag ein Konkursverfahren eröffnet worden, wie ein Sprecher gegenüber der APA mitteilte.
Mitarbeiter seien keine betroffen, zumal die Beteiligungsgesellschaft seit geraumer Zeit keinen operativen Geschäften mehr nachgehe. Zur RHC Invest hatten früher die Wiener Discos "X Club" sowie das "VIE i PEE" gehört.
Die entsprechenden Beteiligungen seien in den vergangenen Jahren unter neue gesellschaftliche Konstruktionen gekommen und stünden "seit geraumer Zeit nicht mehr im Einflussbereich der Gesellschaft", hieß es weiter.
Von der Insolvenz seien die Nachtlokale daher nicht betroffen, der Betrieb werde normal weitergeführt.
Pacht nicht in voller Höhe bezahlt
Handeln soll es sich beim Gläubiger laut KURIER-Informationen um die Verena Töhni GmbH, Eigentümer die „Pratersauna“-Immobilie. Bis zuletzt trat Martin Ho über die RHC Invest als Pächter des Clubs auf.
Mit Thöni stritt man sich lange über die Höhe der Pacht, die Ho nicht korrekt bzw. nicht in voller Höhe bezahlt haben soll. Was die Höhe der offenen Forderungen betrifft: Ansprüche können bis 4. März angemeldet werden und danach die endgültige Höhe feststehen.
Bis zuletzt trat Martin Ho über die RHC Invest als Pächter der "Pratersauna" auf, die er an die Betreibergesellschaft "Prater Nostra GmbH" weitervermietete.
Die Prater Nostra GmbH ist laut Firmenbuch ebenso insolvent, seit Mitte Dezember ist die "Pratersauna" in der Leopoldstadt Medienberichten zufolge geschlossen.
Eröffnungen in Dubai und Wien angekündigt
Eröffnung feiern will Ho nach Verzögerungen hingegen bald in Dubai, wo sein elitärer Dinner Club „Ay-Vy“ im Februar aufsperren soll. Hinter den geplanten Lokalen im Ausland steht Hos Ricemoney Hospitality Group.
Einen Ableger von "Ay-Vy" soll es sehr bald, bis Ende März/Anfang April, auch in Wien geben – sagt Hos Sprecher zumindest. Das Projekt werde im 1. Bezirk aufsperren und sei "schon sehr weit fortgeschritten".
Andere Geschäfte von Ho beschäftigen auch die Staatsanwaltschaft Wien, ermittelt wird wegen des Verdachts der betrügerischen Krida. Das Verfahren ist laut Sprecherin Nina Bussek weiter anhängig, wann die Ermittlungen abgeschlossen sind, sei nicht abzusehen.
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