Mariahilfer Strasse, Proberaum, Fußgängerzone

© Deutsch Gerhard

Wien
06/11/2013

Mehr Sitzbänke, aber keine Verkehrsexperimente

Mehr als 2100 Bürger deponierten ihre Wünsche für die geplante Neugestaltung der Einkaufsmeile. Erste Details der Befragung liegen nun vor.

von Josef Gebhard

Die Planungen für die Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße gehen in die heiße Phase: Nächste Woche präsentiert Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) das Ergebnis des Bürgerbeteiligungsverfahrens, das im April gestartet wurde.

In den vergangenen Wochen konnten die Wiener in der Dialogbox auf der Mariahilfer Straße sowie via Internet ihre Wünsche für die geplante Neugestaltung der Einkaufsmeile deponieren. Mehr als 2100 Bürger nutzten diese Gelegenheit. Ihre Ideen sollen in die weitere Planung einfließen.

Pläne gekippt

Erste Details liegen jetzt vor. Beispiel Verkehr: Im Zuge der Errichtung der Fußgängerzone war ursprünglich eine neue Einbahnregelung in der Schottenfeldgasse und ein Linksabbiegeverbot an der Kreuzung Gumpendorfer Straße/Getreidemarkt geplant. Beide Vorhaben stießen im Dialogverfahren auf breite Ablehnung und werden jetzt doch nicht umgesetzt.

Zurück zur Mariahilfer Straße selbst: Ganz oben auf der Wunschliste stehen mehr Sitzgelegenheiten, auf denen man ohne Konsumzwang eine Pause einlegen kann. „Weiters soll es mehr Grünflächen und Spielmöglichkeiten für Kinder geben“, sagt Herbert Bork, vom Büro stadtland, das das Beteiligungsverfahren abwickelte.

Wie stark das Projekt polarisiert, bekam auch er vor Ort mit: „Es bildeten sich ganz klar zwei Fronten. Vor allem am Anfang kamen sehr viele Menschen in die Dialogbox, die sich über die geplante Umgestaltung beschwert haben. Andere wiederum hätten am liebsten, wenn man gleich aus der gesamten Mariahilfer Straße eine Fußgängerzone machen würde.“

Dazu wird es freilich nicht kommen. Im August startet der mehrmonatige Probebetrieb der Fuzo zwischen Andreas- und Kirchengasse sowie der beiden daran anschließenden verkehrsberuhigten Zonen. Nach einer Befragung der Bürger soll die endgültige Umgestaltung 2014 starten.

KURIER-Stadtgespräch

Konfliktzone Mariahilfer Straße. Do., 13. Juni (18 Uhr) im Plutzer Bräu (7., Schrankgasse 2). Am Podium: Thomas Blimlinger (Bezirksvorsteher Neubau), Renate Kaufmann (BV Mariahilf), Maria Elisabeth Smodics-Neumann (Wirtschaftskammer Wien).

Mehr dazu unter www.kurier.at/stadtgespraeche

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