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Chronik Wien
07/25/2022

Mann versetzte Frau Stromstoß: Prozess um versuchten Mord

Abgeschnittenes Kabel gegen durchnässten Körper der Frau gedrückt. FI-Schutzschalter dürfte ihr das Leben gerettet haben.

Wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau muss sich am Dienstag ein 42-jähriger Mann vor Geschworenen am Wiener Landesgericht verantworten. Laut Anklage soll der Vater von zehn Kindern seine Frau mit einem Stromstoß zu töten versucht haben. Der Angeklagte sitzt seit August 2021 in der Justizanstalt Josefstadt in U-Haft, nachdem ihn die Frau angezeigt hatte.

Die inkriminierte Tathandlung hat sich der Anklage zufolge im Jahr 2009 in der Wohnung der Familie zugetragen. Der Mann soll in der Küche das Kabel eines Wasserkochers abgeschnitten haben und damit ins Badezimmer gegangen sei, wo die Frau gerade duschte. Im Bad soll er das intakte Ende des Kabels in die Steckdose gesteckt und die Adern mit den Leitern des anderen Endes an die nasse Haut der Frau gehalten haben.

Der Anklage zufolge erlitt die Frau nur deshalb keinen tödlichen Stromschlag, weil ein FI-Schutzschalter den Stromfluss abrupt kappte. Die Anklagebehörde stützt den Vorwurf des versuchten Mordes auf ein Gutachten eines Elektrotechnikers.

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