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Chronik Wien
02/22/2022

Mahnwache für 37 Bäume an der Verbindungsbahn

Eine Bürgerinitiative kritisiert die für Mittwoch geplanten Rodungen. Die ÖBB verteidigen den Schritt mit der Sicherheit auf der Strecke.

von Stefanie Rachbauer

Am Hildegard-Teuschl-Weg, auf Höhe der Otto-Glöckel-Schule in Hietzing, werden heute 37 Bäume gefällt. Aus Sicherheitsgründen, wie es seitens der dafür verantwortlichen ÖBB heißt. Weil der Weg entlang der Trasse der Verbindungsbahn verläuft, werden nun aber Zweifel an dieser Darstellung laut.

Die Bürgerinitiative „Verbindungsbahn – besser“ vermutet einen Zusammenhang mit dem umstrittenen Ausbau der Strecke samt Hochtrasse ab 2023.

Die ÖBB würden mit den Rodungen über das Ziel hinaus schießen und Tatsachen schaffen, noch bevor der UVP-Bescheid für das Projekt vorliege, lautet der Vorwurf. Aus Protest hält die Initiative morgen, Mittwoch, von 8 bis 9 Uhr eine Mahnwache bei den Bäumen statt.

Schlechter Zustand bestätigt

Bei den ÖBB widerspricht man: Man führe selbstverständlich keine vorbereitenden Arbeiten durch, sondern warte den UVP-Bescheid ab, heißt es auf KURIER-Nachfrage.

Die Verbindungsbahn sei aber eine aktiv befahrene Strecke, auf der ein sicherer Zugverkehr gewährleistet sein müsse. Dazu gehöre auch das Fällen von Bäumen, die dem entgegenstehen: „Es wurde gutachterlich bestätigt, dass viele der Bäume abgestorben und teilweise hohl sind.“

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