Pezi, alias Alexandra Filla ; Dagobert, alias Roman Kollmer und Klaus Schaurhofer, alias Kasperl

© Nina Oezelt

Chronik Wien

Kasperl, Pezi und Dagobert sind endlich wieder da

Am Samstag startet das traditionsreiche Puppentheater in eine neue Saison.

von Nina Oezelt

10/05/2021, 05:00 AM

Die Vorbereitungen fĂĽr das Comeback der inoffiziellen Nationalhelden laufen auf Hochtouren: Pezi, alias Alexandra Filla (47); Dagobert, alias Roman Kollmer (55) und Kasperl, alias Klaus Schaurhofer (53) legen dafĂĽr selbst Hand an. In dem runden Saal in der Urania befestigen sie mit Schraubzwingen ihr BĂĽhnenbild.

Sieben verschiedene StĂĽcke
Sieben unterschiedliche 
StĂĽcke zu je 50 Minuten stehen in dieser Saison auf dem Programm. SpezialauffĂĽhrungen gibt es  zu Ostern und zum  Nikolo

Ab 4 Jahren
Am Samstag, den 9. Oktober, startet das StĂĽck „Oh dieser Dagobert!“ Die Vorstellungen finden am Wochenende um  
15 und 16.45 Uhr statt, unter der Woche um 15.30 Uhr. Spielort ist die Urania

267 Sitzplätze
Die Tickets kosten 9 Euro. Ein Abonnement (sieben Vorstellungen) gibt es um 56 Euro. Erhältlich sind Tickets und Abos unter www.kasperlundpezi.at 

Nach Corona- und Sommerpause bauen sie erstmals das Büro der Figur Prof. Dr. Dr. Ing. Gugelhupf zusammen. Für die Stücke gibt es keinen ausformulierten Text, sondern nur die Geschichte. „Wir müssen als Team harmonieren“, sagt Alexandra Filla. Sie hat die künstlerische Leitung des Theaters inne und spielt seit 21 Jahren Pezi: „Er ist immer in der Tasche“.

Filla ist es auch, die die Stücke des früheren Direktors Manfred Müller adaptiert hat. Seit einem Jahr ist sie mit Pezi sogar auf Tiktok: „Heller lässt uns viel Freiheit, er will aber, dass die Wiener Kultur erhalten bleibt“.

 

Hans Kraus (1923 bis 1995)

Der Volksschullehrer Kraus gründete mit seiner Ehefrau Marianne 1948 das mobile Puppentheater "Theater an der Kleinen". Nach zwei Wanderjahren wird die Spielstätte in der Urania eröffnet. Kraus ist auch der Fernsehkasperl, der seit 1957 im ORF bis heute zu sehen ist.

Manfred MĂĽller (1950 bis 2019)

Von 1974 bis 1989 war er Teil des Ensembles am Urania-Puppentheater. Nach dem Tod von Kraus wurde Mandred MĂĽller Co-Direktor, gemeinsam mit Marianne Kraus. 1999 wurde er alleiniger Leiter des Theaters. Zwei Tage vor seiner Pension verstarb er im Jahr 2019 unerwartet.

Klaus Schaurhofer (geb. 1967)

Sein erster Auftritt am Puppentheater in der Urania war im Jahr 2014/15. Er studierte Rechtswissenschaften, widmete sich erst später seiner Leidenschaft. Er machte eine Schauspielausbildung in Paris im Ecole Philippe Gaulier. Er arbeitete als Schauspieler, Moderator und Ciniclown. Er ist der neue Kasperl unter der Leitung von Andre Heller. Neben Kasperl ist der Stimmenimitator auch als Wassermann, Grafen, Leptosalia, Müller, König oder Prof. Dr. Dr. Ing. Guuglhupf zu hören und sehen.

 

Universalkünstler André Heller hat das Theater 2018 gekauft. Ex-Direktor Müller ging damals in Pension, kurz vor seiner letzten Vorstellung verstarb er. Müller schrieb die Stücke selbst und spielte alle männlichen Figuren. Dass jetzt mehrere Puppenspieler zusammenarbeiten, gibt den Stücken eine neue Dynamik.

Alleinerzieher Dagobert

„Bussi, Bussi, Lalobe Kohldampf“, sagt dazu Roman Kollmer. Bekannt ist der

Stimmenkünstler unter anderem aus seiner Rolle als Mimis Ziehvater aus der Kindersendung „Mimis Schnattershow“. „Ich finde es toll, dass der Drache Dagobert mit wenig Wortschatz viel Aussagekraft hat“, sagt Kollmer. Lalobe ist das Drachenei, welches er adoptiert hat. „Dagobert ist also alleinerziehender Vater“, so Kollmer. Und Kohldampf sei kein bundesdeutscher Begriff, sondern Räubersprache.

Kinder würden Dagobert am meisten lieben, weil er dümmlich, lieb und gemütlich sei, so Kollmer. Die jungen Zuseher seien ein besonders ehrliches Publikum. Sie rufen den Darstellern Wortkreationen zu, etwa „Kartoffelnase“. „Man muss auf die Kinder reagieren und sie reagieren auf dich“, sagt Kasperl-Spieler Klaus Schaurhofer.

Der studierte Jurist widmet sich heute lieber dem Kinder-Lachen – auch als Clini-Clown. Und freut sich, wenn er nun wieder fragen darf:„Seid ihr alle da?“

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