Chronik Wien
02/19/2020

"Ich bin kein Virus": Wienerin wehrt sich mit Schild in der Wiener U-Bahn

Foto zeigt junge Frau auf Instagram. Sie protestiert in Wien gegen die grassierende Hysterie: "Viele wissen nicht, dass ein Mensch selbst kein Virus ist."

Asiatisch aussehende Menschen in Europa stellen in diesen Tagen fest, dass der Sitz neben ihnen in der Straßenbahn frei bleibt. Das Coronavirus zeigt laut mehreren Medienberichten Wirkung - auch ohne Ansteckung. Und Chinesen berichten, dass Mitmenschen plötzlich Angst vor ihnen haben. Oder dass sie im Restaurant nicht erwünscht waren.

Unter dem Hashtag #JeNeSuisPasUnVirus (Deutsch: Ich bin kein Virus) berichten Menschen asiatischer Herkunft im Internet seit einiger Zeit von ihren Erfahrungen mit Rassismus im Alltag seit dem Aufkommen des Virus.  Und in Wien ist zuletzt wiederholt eine Asiatin gesichtet worden, die die mit dem Schild "Ich bin kein Virus" in den Öffis fährt, wie Heute online berichtet. "Viele wissen nicht, dass ein Mensch selbst kein Virus ist", schreibt sie auf Instagram.

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Wegen der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China untersagt Russland chinesischen Staatsbürgern nun generell die Einreise. Diese Regelung gelte ab Donnerstag, zitierten die russischen Nachrichtenagenturen am Dienstag die für Gesundheit zuständige Vizzeregierungschefin Tatjana Golikowa.

2.000 Tote

Bereits in den vergangenen Wochen hatte Moskau die Verbindungen zu seinem Nachbarland weitgehend gekappt. Die russische Regierung beschloss, die 4250 Kilometer lange Grenze zu China zu schließen. Bahn- und Flugverbindungen wurden ganz oder teilweise ausgesetzt. Chinesen erhielten außerdem keine Arbeitsvisa mehr und auch die Befreiung von der Visumspflicht für Reisegruppen aus der Volksrepublik wurde abgeschafft.
In Festlandchina starben nach Behördenangaben mittlerweile 2.000 Menschen an dem neuartigen Coronavirus. Mehr als 74.000 Infektionen wurden dort seit Ausbruch der Epidemie im Dezember nachgewiesen.

In Russland traten bisher erst zwei Infektionsfälle auf. Die beiden Frauen, die von einer China-Reise nach Russland zurückgekehrt waren, haben das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen.

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China bringt auch außerhalb Europas diskriminierende Töne mit sich. Eine Online-Petition aus Malaysia sammelt Hunderttausende Unterstützer. Darin wird ein Einreiseverbot für Chinesen gefordert. Das Virus habe sich in der Welt durch eine „unhygienische Lebensweise“ verbreitet, heißt es in der Petition mit Blick auf die chinesische Bevölkerung.

 

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