Chronik | Wien
30.01.2018

Häupl schließt raschen Umbau der Stadtregierung aus

Der Wiener Bürgermeister will noch bis Mai im Amt bleiben, so lange soll auch die Regierung unangetastet bleiben.

„Ich habe nicht vor, in den verbleibenden Monaten die Stadtregierung umzubauen“, sagte Bürgermeister Michael Häupl am Dienstag bei einem Hintergrundgespräch. „Die nächste Stadtregierung ist die Angelegenheit von Michael Ludwig, wenn er Bürgermeister ist.“ Damit legte er auch fest, dass die Neuaufstellung der Stadtregierung noch etwas dauere. Denn für die Amtsübergabe strebt Häupl den Mai an. Ist doch der Wiener Bürgermeister i derzeit Vorsitzender der Landeshauptmannkonferenz, die Mitte Mai in Wien tagt. Das würde er noch gerne machen, bekräftigte Häupl.

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Er selber werde sich auf jeden Fall nicht in künftige Personalentscheidungen einmischen, sagte Häupl: „Aber natürlich wird es notwendig sein, dass man Brücken baut und personelle Angebote schafft“, sagte Häupl. Er selber werde keine Gespräche führen, bekräftige Häupl, der wiederum beklagte, dass sehr wohl illoyale Personen in der Partei am Werk seien, die dem künftigen Bürgermeister Ludwig bereits Ratschläge erteilen würden.

Dass die Partei durch die Wahl von Michael Ludwig nach rechts gerückt wäre, bezeichnete Häupl als „Unsinn“. Selbstverständlich müsse man aber mit den Ängsten der Menschen, die sich etwa vor der Migration fürchten, auseinander setzen: „Deutlicher, als wir das in der Vergangenheit gemacht haben.“