Der insolvente Shop wird  wiederbelebt – allerdings mit anderen Artikeln

© Kurier/Juerg Christandl

Chronik Wien
05/13/2021

Grünes Licht für neuen Wiener Ampelpärchen-Shop

Der insolvente Shop wird wiederbelebt. Einige der Fanartikel gibt es wieder zu kaufen – vorerst allerdings nur online.

von Agnes Preusser

Es gibt wieder Taschen, Frisbees und Magnete mit den kultigen Wiener Ampelpärchen drauf zu kaufen. Die Fans wird es freuen: Das Aus des ursprünglichen Shops Ampelpärchen Rocks in Mariahilf vor zwei Jahren wegen Insolvenz war ja von großer Trauer begleitet.

Jetzt soll die Marke aber wieder neu aufgebaut werden. Markus Radakovits hat gemeinsam mit Dragqueen Candy Licious (aka Bernhard Ledinski) die Restbestände des Shops übernommen.

Derzeit werden sie über Radakovits’ eigenen Online-Store „The Viennese Guy“ verkauft – aber nur als Test, um zu sehen, wie gut das Angebot angenommen werde.

Für die Zukunft haben die neuen Eltern des Ampelpärchens nämlich größere Pläne. „Wir wollen ihnen eine eigene Showbühne bieten“, sagt Radakovits.

Ab Herbst soll es darum neue Produkte mit Ampelpärchen-Motiven geben, außerdem wird gerade an einer eigenen Website gearbeitet.

Wenn alles gut läuft, könnte es ab 2022 wieder ein eigenes Geschäftslokal geben – wo das sein wird, ist aber noch völlig offen.

Zu der Neuübernahme sei es quasi über Nacht gekommen, sagt Radakovits. „Mir wurde vor einigen Wochen zugetragen, dass die Vorbesitzer die Waren loswerden müssen“, sagt er.

 

Gemeinsam mit seinem Kreativ-Team habe er sich der Sache gleich angenommen. Lange gezögert habe er dabei nicht: „Die Ampelpärchen sind so etwas Großartiges und Wienerisches. Das ist eine der ikonischsten Sachen, die in den vergangenen Jahren in Wien umgesetzt wurde.“

159 Übergänge mit Pärchen

Die Ampeln, die hetero- und homosexuelle Paare zeigen, wurden beim Euro Vision Song Contest 2015 in Wien installiert und haben seither Kultstatus.

Ursprünglich waren sie nur für zwei Monate angedacht. Das enorme internationale Medienecho und die Nachahmung in anderen Städten wie London machten die Ampelpärchen aber zu einer Fixgröße.

Aktuell kann man in Wien bei 159 Übergängen dank Ampelpärchen sicher die Straße queren.

„Wenn der Shop ganz verschwunden wäre, wäre es zu schade gewesen“, so Radakovits. Denn es sei so wertvoll für die Stadt, dass Buntheit so gelebt werden kann. „Die Ampelpärchen zeigen, dass Liebe in jeder Form normal ist – und das auf eine spaßige Art.“

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