CORONA-IMPFUNG: MEDIENGESPRÄCH STADT WIEN "IMPFUNGEN IN WIEN"

© APA/GEORG HOCHMUTH / GEORG HOCHMUTH

Chronik Wien
01/12/2021

Gesundheitsstadtrat Hacker für Öffnungen in der Ostregion

Die Grundlage sei geschaffen, dass kleine Geschäfte, Sportstätten oder Museen am 25. Jänner öffnen könnten.

von Markus Strohmayer

In Wien sind mit Stand Dienstag 9.435 von zwei Millionen Einwohnern geimpft. Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) ist damit "natürlich nicht zufrieden", wie er in der "ZIB 2" sagt. Ihm zufolge sei allerdings der Bund für die Beschaffung der Impfdosen zuständig und die Länder können "nur verimpfen, was zur Verfügung steht".

Trotz Lockdown gehen zudem die Zahlen in Österreich nicht wie erhofft zurück. Für Hacker ist eine Lockerung der Einschränkungen - zumindest regional - aber dennoch denkbar. "Es braucht eine Differenzierung und Risikoadjustierung nach Regionen. Wir sehen im Osten eine andere Entwicklung als im Rest des Landes." Staunen könne er nur über britische Skilehrer, die sich in Tirol ausbilden lassen wollen, meint der Gesundheitslandesrat in Bezug auf die Virus-Mutation.

Ungeachtet dessen sollten ihm zufolge Schulen im Osten am 25. Jänner wieder aufsperren - auch wenn man die Virus-Mutation im Auge behalten müsse. "Man ist den Schülern verpflichtet, man kann sich nicht zurückziehen in eine Erdhöhle."

Aber nicht nur den Schülern solle das Lernen ermöglicht werden, auch der Wirtschaft das Öffnen. In manchen Bereichen zumindest. Vor allem kleine Betriebe wie Frisöre hält Hacker für umsetzbar, große Möbelhäuser hingegen für eher unwahrscheinlich.

Einen Wiener Alleingang schließt er aus. "Das muss ein gemeinsamer Schritt der Ostregion sein, wenn es um Handel und Gastronomie geht." Die Grundlage dafür sei ihm zufolge geschaffen.

Besonders für kleine Geschäfte, Sportstätten oder Museen hofft er auf eine baldige Öffnung - allerdings nur mit Spielregeln und Vorsichtsmaßnahmen.

Kein hundertprozentiger Schutz für Heime 

Dass in Wiens Pflegeheimen nach den Feiertagen ein Anstieg an Infektionen zu beobachten sei, wäre erwartbar gewesen. Zwar werde bei den Heimen so gut es geht getestet, ein Test sei aber immer nur ein Blick nach hinten. Für eine lückenlose Kontrolle fehle das Personal. Die Pflegeheime sollen aber genau deshalb "in Kürze" durchgeimpft sein.

Erneut verteidigte Hacker die Impfstrategie in der Bundeshauptstadt. Diese sieht vor, dass von 15. bis 18. Jänner in der Messe Wien 14 Impfstraßen errichtet werden, in denen über die vier Tage insgesamt 11.000 niedergelassene Ärzte und ihre Mitarbeiter, Berufssanitäter in den Rettungsdiensten, mobile Pflegekräfte sowie Hebammen die Immunisierung bekommen. Über 80-Jährige, die nicht in Heimen leben, werden erst ab Mitte Februar geimpft, womit man sich an eine Empfehlung des nationalen Impfgremiums halte.

Wann genau eine Impfung beim Hausarzt möglich sei, konnte Hacker noch nicht so genau sagen. Der Pfizer-Impfstoff sei dazu jedenfalls höchstwahrscheinlich zu fragil.

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