Floridsdorf: Neues Konzept für alte Substanz am Wasser

Das "Usus am Wasser" entwickelt sich zum Kulturhotspot der Stadt.
An der Neuen Donau entwickelt sich das „Usus“ zu einem Kulturhotspot mit guter Küche, Kabarett und Kreativität.

Wenn man bei der U6-Station „Neue Donau“ aussteigt, wird man von blauen Fahnen geleitet. „Usus am Wasser“ steht darauf geschrieben. Auf dem Weg Richtung Brigittenauer Brücke sieht man rechts Menschen in der Wiese sonnenbaden, links eine Moschee.

Nach fünf bis zehn Gehminuten erreicht man ein großes Gastro- und Badeareal mit verschiedenen Decks am Wasser. 200 Personen können hier sitzen, essen und das Leben genießen. Es gibt einen Salettl-Grill-Bereich, ein Sonnendeck mit Bar, eine Indoor-Fläche mit Bar, Boccia-Bahn sowie eine Kulturterrasse mit Bühne unter einem Zirkuszelt und einem Wasserzugang.

Wie im Urlaub

„Das fühlt sich hier an wie Urlaub“, sagt eine Besucherin, die dort am frühen Nachmittag mit einer Freundin plaudert und etwas trinkt. Am Nebentisch unterhält sich eine Gruppe in unterschiedlichen Sprachen. „Das ist das Sprachencafé. Einmal die Woche trifft man sich hier am Wasser“, sagt Stefan Kienberger.

Er ist Unternehmensberater und hat die alte und zurückgelassene Baracke mit der 200 Meter langen Rutsche bereits vor einem Jahr übernommen. Wegen Corona kann er sie aber erst in diesem Sommer so richtig bespielen. Die Übernahme war kein leichtes Unterfangen und dauerte fast zwei Jahre. Der Grund gehört der österreichischen Wassergesellschaft Via Donau. Lange war Kienberger mit dem Klären von rechtlichen Fragen beschäftigt. Denn die Anlage ist ein Superädifikat – also ein Bauwerk, das auf fremdem Grund errichtet wurde und ursprünglich nicht auf Dauer verbleiben sollte.

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